Klimaschutz zu Hause und Maßnahmen der Gemeinde: Gemeinde Weissach

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Klimaschutz zu Hause und Maßnahmen der Gemeinde

Hauptbereich

Die Energiewendetage in Baden-Württemberg vom 18. bis 21. September 2020

Das Sanierung(s)Mobil Baden-Württemberg macht im Rahmen des Informationstags am 19.09.2020 Halt in Flacht. Ein Energieberaterteam aus der Region informiert und motiviert am mobilen Ausstellungspavillon Gebäudeeigentümer zu sinnvollen Sanierungsmaßnahmen – d.h. zu Fassadendämmung, Heizungstausch und erneuerbaren Energien. Bürgerinnen und Bürger profitieren in ihrer sanierten Immobilie nicht nur von wohliger Behaglichkeit sondern sparen darüber hinaus Energie und Kosten ein und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Kostenfrei beraten, neutral informiert, spielerisch gelernt

Nutzen Sie die Chance und lassen Sie sich von einem kompetenten Energieberater kostenlos, neutral und kompetent rund um die zukunftsweisende Gebäudesanierung beraten!
Am Sanierung(s)Mobil erfahren interessierte Besucherinnen und Besucher von qualifizierten Experten, welche Sanierungsmaßnahmen am Eigenheim die höchsten Energieeinsparungen und Komfortgewinne mit sich bringen. Außerdem beantworten die Energieberater alle Fragen – von der Heizungserneuerung über den Fenstertausch und die Dämmung bis zu gesetzlichen Vorgaben und finanziellen Förderungen.

Mit interaktiven Ausstellungselementen gelingt der spielerische Einstieg in die Sanierung der eigenen vier Wände. Kurze Filme über erfolgreiche Sanierungen aus Baden-Württemberg regen zum Nachahmen an, neutrale Broschüren zu allen Sanierungsthemen vertiefen die ersten Eindrücke nachhaltig. Auch die kleinen Gäste gehen nicht mit leeren Händen nach Hause. Gerne können Sie bereits vorab das Hygienekonzept von Zukunft Altbau einsehen.

An diesem Wochenende, vom 18. – 20.09.2020, finden die Energiewendetage Baden-Württemberg 2020 statt. Die Nachhaltigkeitstage und die Energiewendetage in Baden-Württemberg werden unter der Überschrift „Klima und Energie“ gemeinsam veranstaltet. Das Sanierung(s)mobil in Flacht ist ebenfalls Teil des Gemeinschaftsprojekts. Darüber hinaus finden über 60 weitere Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg statt. Informieren Sie sich gerne unter https://www.energiewendetage.baden-wuerttemberg.de. 

Bürgerschaftlicher Klimaschutz

Klimaschutz geht uns alle etwas an. Wo stehen Sie persönlich? Und durch welche Maßnahmen könnten Sie einen Beitrag dazu leisten? Ermitteln Sie kostenlos Ihre aktuelle CO2-Bilanz und optimieren Sie diese für die Zukunft.

Hier geht es zum Co2-Rechner der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg.
Hier geht es zum Co2-Jugendrechner.

 

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Kennen Sie den BB-Pfandbecher schon?

1.484 Coffee-to-go Einwegbecher werden im Landkreis Böblingen pro Stunde weggeworfen. Das ist zu viel! Nach maximal 15 Minuten wird der Einwegbecher bereits zu Abfall. Die aufwändige Produktion der Einwegbecher macht sie schlecht recyclebar und die wertvollen Ressourcen werden nicht als Wertstoff weiterverwendet.

MEHRWEG statt mehr weg: Der Gebrauch von Mehrwegbechern trägt neben der Abfallvermeidung auch dazu bei, dass weniger Straßen, öffentliche Plätze und Landschaften verschmutzt werden sowie weniger CO2-Emissionen entstehen.

Gemeinsam setzt der Landkreis Böblingen ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität: Seit Februar 2019 gibt es den BB-Pfandbecher in allen am RECUP-Pfandsystem teilnehmenden Betrieben im Landkreis Böblingen.

Das Besondere daran? Der BB-Pfandbecher schließt sich einem in ganz Deutschland verbreiteten und bewährten System an. Zahlreiche Städte und Landkreise – auch in Süddeutschland – haben sich dem Pfandsystem der Firma RECUP GmbH angeschlossen. Es gibt bereits über 5.000 Standorte, die die Pfandbecher gegen 1 € ausgeben und wieder zurücknehmen.

Wie funktioniert der BB-Pfandbecher?

Ganz einfach: Kaffee in einer der teilnehmenden Geschäfte kaufen und für 1 € Pfand den BB-Pfandbecher leihen, den Kaffee auf dem Weg genießen, anschließend den BB-Pfandbecher in jedem teilnehmenden Geschäft wieder abgeben und das Pfandgeld zurückerhalten. Weitere Informationen zum Pfandsystem finden Sie auch unter www.recup.de. Aktuelle RECUP-Partner (auch außerhalb des Landkreises) finden Sie auf der Homepage des Landkreises Böblingen www.lrabb.de.

Möchten Sie den Böblinger Pfandbecher auch in Ihrem Geschäft einführen? Die Registrierung als Partner und die Bereitstellung der Becher erfolgen über RECUP. Bei Fragen zum Pfandsystem oder der Bestellung schicken Sie eine E-Mail an kontakt@recup.de. Wenn Sie den Landkreis darüber informieren, dass Sie ebenfalls Partner im Landkreis Böblingen geworden sind, wird auch Ihr Betrieb in die Standortliste mitaufgenommen.

Beton – der Klimakiller Nr. 1

Beton ist nach wie vor das meistverwendete Baumaterial der Welt und produziert große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2 ). Doch obwohl die Hersteller von Zement, dem Bindemittel im Beton, hierzulande erkannt haben, dass sie klimafreundlicher agieren müssen, wird eine Revolution im Baugewerbe noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Weil nach wie vor sechs bis acht Prozent des weltweiten CO2 – Ausstoßes auf die Produktion von jährlich rund 4,2 Milliarden Tonnen Zement entfallen, stehen die Baustoff-Industrie und die Bauwirtschaft vor enormen Herausforderungen. Nur wenn auch sie ihren Beitrag zur CO2 – Reduktion leisten, sind die politisch gesetzten Klimaziele erreichbar. Bis 2050 will Deutschland klimaneutral sein.

Die zweite Kohlendioxid-Quelle bei der Zementherstellung ist der Zementklinker selbst, denn er besteht hauptsächlich aus Kalkstein und Mergel, einem Sedimentgestein aus Kalk und Ton. Beim Klinkerbrenner wird durch eine chemische Reaktion das Kohlendioxid in großen Mengen aus dem Kalkgestein ausgetrieben. Deshalb geht ein Reduktionsansatz dahin, den Zementklinker zumindest teilweise durch andere Materialien zu ersetzen.

Lösungsansätze der Bauindustrie

1.      Abfälle statt Kohle verbrennen: Zementhersteller verwenden inzwischen Brennstoffe wie Klärschlamm, Tiermehl, Altöl, Altreifen und Kunststoffabfälle (letztere basierend auf Mineralöl). Nach Angaben des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ) hat dies im Jahr 2018 im Vergleich zur Kohlenverbrennung etwas über zwei Millionen Tonnen CO2 eingespart. Ein Hersteller „verwendet“ sogar die Rotoren ausgedienter Windkraftanlagen als Brennmaterial. Die Harzanteile dienen dabei als Brennstoff, das Silizium aus den Glasfaseranteilen in der Asche gelangt als Sandersatz ins Produkt.

2.     Ersatzstoffe für Zementklinker: Einerseits gibt es Versuche, das beim Klinkerbrennen entstehende CO2  abzuscheiden, es könnte dann als Kohlenstoff an die Chemieindustrie geliefert werden. Beim Hochofen-Zement wird der Klinkeranteil durch Zugabe von Hüttensand auf bis zu 20 Prozent reduziert. Der Einsatz alternativer Stoffe bei der Zementmahlung sparte laut VDZ im Jahr 2018 rund 5.5 Millionen Tonnen CO2  ein. Doch auch hierbei tritt ein Problem auf: Ein Großteil der (billigen) Ersatzstoffe, die statt dem Klinker verwendet werden, kommt aus Bereichen, die wegfallen, wie bspw. die Flugasche auf Kohlekraftwerken.

Lösungsansätze für Bauherren vor Ort

Anstatt Beton ist es vorteilhaft nachwachsende Baustoffe wie bspw. Holz einzusetzen. Das gilt nicht nur für die klassischen Einfamilienhäuser sondern auch für Mehrfamilienhäuser, Gewerbeobjekte oder kommunale Bauten. Neben dem Gemeinderat und der Verwaltung sind vor allem auch alle privaten und gewerblichen Bauherren gefordert, nachhaltige Projekte in die Praxis umzusetzen.

Kommunaler Klimaschutz

Kick-Off Veranstaltung zur Teilnahme am European Energy Award

Das Energieteam der Gemeinde Weissach

Die Gemeinde Weissach wird im Rahmen der Teilnahme am European Energy Award (eea) in den nächsten Jahren verschiedene Projekte, Prozesse und Maßnahmen energieeffizient und zugunsten des Klimaschutzes initiieren. Der European Energy Award ist ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz, der bereits seit mehr als zehn Jahren Kommunen in Deutschland und Europa auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz unterstützt. Im Landkreis Böblingen nimmt die Gemeinde Weissach mit Ihrer Teilnahme eine Vorreiterrolle ein, da derzeit keine andere der 25 Städte und Gemeinden im Landkreis am eea teilnimmt.

Am 15.07.2020 fand im Rathaus Weissach die Kick-Off-Veranstaltung zur Teilnahme am eea statt. Dabei konstituierte sich das Energieteam, das ab sofort monatlich tagen wird. Das Energieteam (siehe Bild) unter der Leitung von Bürgermeister Daniel Töpfer wird durch Hauptamtsleiterin Nadine Pfaffeneder, Bauamtsleiterin Katharina Baumann und Sachgebietsleiter Liegenschaften Matthäus Bürkle ergänzt. Bereits die personelle Besetzung macht die Bedeutung und den Stellenwert dieses Arbeitsgebiets im Kontext kommunaler Herausforderungen deutlich.

Unter Anleitung des eea-Beraters von der Energieagentur Böblingen, Herrn Berthold Hanfstein, wurde dem Energieteam bei der Kick-Off Veranstaltung der umfassende Zertifizierungsprozess vorgestellt. Neben einer detaillierten Ist-Analyse wird anhand eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes eine kommunale Klimaschutzagenda mit verbindlichen Zielen festgelegt. Eine erfolgreiche Zertifizierung ist in Abhängigkeit des Prüfungsprozesses nach drei bis vier Jahren geplant.

„Die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Teilnahme am European-Energy-Award sind gelegt. Die Gemeinde Weissach widmet sich somit in einem strukturierten und kontinuierlichen Zertifizierungsverfahren dem kommunalen Klimaschutz mit dem klar definierten Ziel messbare und konkrete Maßnahmen umzusetzen“, so Bürgermeister Töpfer abschließend.

Ein E-Bike für die Mitarbeiter der Gemeinde

Die Mitarbeiter der Gemeinde Weissach können seit Ende Juni 2020 auch mit einem Elektrofahrrad auf Dienstfahrt gehen. Das soll nicht nur ihrer Gesundheit, sondern auch dem kommunalen Klima- und Umweltschutz dienen.

Die Gemeinde Weissach erweiterte Ende Juni ihren Fuhrpark um ein Elektrofahrrad. Seit Kurzem steht das neue E-Bike nun für die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung zur Verfügung. „Im Rahmen des kommunalen Klimaschutzes ist es uns wichtig, die Umwelt nachhaltig zu schonen und mit gutem Beispiel voranzugehen. Unser neues E-Bike ist daher eine gute Möglichkeit, in einem ersten Schritt die Menge an Umweltbelastungen zu reduzieren“, macht Bürgermeister Daniel Töpfer bei der Einweihungsfahrt am vergangenen Donnerstag deutlich. Mit Blick auf den kommunalen Klimaschutz sollen Dienstfahrten innerhalb der Gemeinde künftig nach Möglichkeit mit dem Elektrofahrrad erledigt werden. Bürgermeister Daniel Töpfer selbst weihte das neue E-Bike vergangene Woche bei seiner Fahrt zum Bürgergespräch in die Bibliothek in der Zehntscheuer ein und zeigte sich sehr zufrieden: „Selbst mittlere Distanzen und die bei uns rechts wie links der Hauptstraßen vorhandenen Steigungen lassen sich mit dem E-Bike angenehm bewältigen“.

Neben der umweltfreundlichen Fahrweise und der zusätzlichen Einsparung von Benzinkosten soll das E-Bike den Mitarbeitern eine zeitgemäße und zeitsparende Alternative zum Auto bieten. „Natürlich profitiert auch die Gesundheit unserer Mitarbeiter dabei. Die Ortsteile Weissach und Flacht erreichen wir schnell mit dem Fahrrad, ohne dabei ins Schwitzen zu kommen. Man kann sich so viel leichter fit halten", ist Matthäus Bürkle, Sachgebietsleiter Liegenschaften, über die Neuanschaffung begeistert, der das Elektrofahrrad schon seit einigen Tagen im Echtbetrieb ausprobiert hat. Da die Nutzung für jeden Fahrer ansprechend sein soll, habe man sich für ein Modell mit einer tiefen Aufstiegsmöglichkeit für einen leichten Einstieg sowie einem widerstandsfähigen Sattelverstärker entschieden. „Durch individuelle Einstellungsmöglichkeiten kann jeder so fahren, wie es für ihn bequem und ergonomisch sinnvoll ist“, so Bürkle weiter.

Mit dem E-Bike kann eine Unterstützung bis maximal 25 km/h erreicht werden. Insgesamt besitzt es sieben Gänge, mit denen man sowohl batteriesparend und ruhig als auch sportlich und schnell fahren kann.