Quartiersentwicklung in Weissach: Gemeinde Weissach

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Quartiersentwicklung in Weissach

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Die beste Idee für die Weissacher Ortsmitte

Ausstellungseröffnung am 26.06.2021

Am Freitag, den 25.06.2021 fand die finale Jurysitzung zu den fünf Arbeiten der Neuen Ortsmitte in Weissach statt. Aus den fünf vielseitigen und in jedem Fall anspruchsvoll gestalteten Entwürfen sprach sich die Jury einstimmig für die Arbeit des Büros Schreiberplan aus. Der Siegerentwurf wird nun dem Gemeinderat als Empfehlung vorgelegt, der in seinen nächsten Sitzungen die Neugestaltung der Ortsmitte und damit verbundene Gestaltungen beraten wird.

Foto: (v.l.n.r.) Inge Horn (HORNprojekt GmbH Leonberg), Mario Flammann (Vorsitzender des Preisgerichts), Stefanie Ruoff (Stabsstelle des Bürgermeisters) Gemeinderat Andreas Pröllochs.

Platz 1: schreiberplan Prof. Schreiber | Sperl-Schreiber PartGmbB

Platz 2: Glück Landschaftsarchitektur | Daniel Schönle, Architektur und Stadtplanung

Stefan Fromm Landschaftsarchitekten | Architektur Hansulrich Benz

ORPlan Partnerschaft für Architektur und Städtebau mbB aus Stuttgart

SETUP Landschaftsarchitektur

Neugestaltung der Ortsmitte Weissach

schematische Skizze der neuzugestaltenden Ortsmitte Weissach

Nachdem in den letzten vier Jahren alle bislang noch fehlenden Grundstücke aufgekauft wurden, steht nun eine zusammenhängende Fläche von ca. 5.150 m² zur Verfügung. Die städtebauliche Neugestaltung und Entwicklung der Ortsmitte gestaltet sich als sog. "Jahrhundertprojekt" wie folgt:

  • Es werden qualifizierte Planungsvorschläge mit einem integrierten wettbewerblichen Verfahren erarbeitet.
  • Das Ergebnis der städtebaulichen Überlegungen soll in einen oder mehrere neue Bebauungspläne münden.
  • Aufgrund der zentralen Bedeutung dieser Maßnahme sollen die verschiedenen Akteure in Weissach, Bürgerschaft wie auch Geschäftsleute, aktiv in den Planungsprozess eingebunden werden.
  • Fachlich begleitet wird die Gemeinde von Inge Horn, der HORNprojekt GmbH aus Leonberg.
  • Die Gemeinde bemüht sich um Fördermittel.

Der Projekt- und Zeitplan zur „Neugestaltung der Ortsmitte Weissach“ hat sich durch die Corona-Krise leider spürbar verzögert. Gemeinsam mit dem Gemeinderat wurden deshalb die nächsten Schritte neu festgelegt. Wichtig war dabei, dass die Bürgerbeteiligung im bisherigen Umfang stattfindet und die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen direkt einbringen können. Das Projekt verzögert sich nach aktuellem Stand um mindestens sechs Monate. Nähere Informationen finden Sie weiter unten unter "Meilensteine in 2020 und 2021".

 

 

Meilensteine in 2020 und 2021

Fachgutachten
Bürgerbeteiligung
Mehrfachbeauftragung
Bürgerbeteiligung
städtebaul. Entwurf

Den Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat in seiner Sitzung am 18.11.2019. Die Sitzungsdokumente können im Ratsinformationssystem (RIS) hier abgerufen werden. Im Anschluss zur Gemeinderatssitzung wurden bereits die Fachgutachten im Bereich "Gewerbe" und "Verkehr" beauftragt. Die Ergebnisse der Fachgutachten wurden in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 16.11.2020 vorgestellt. Die Sitzungsdokumente können im Ratsinformationssystem (RIS) hier abgerufen werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der bisherige Projekt- und Zeitplan verschoben. Voraussichtlich Anfang 2021 beauftragt der Gemeinderat fünf qualifizierte Planungsbüros in Form einer Mehrfachbeauftragung mit der Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs für die Neugestaltung der Ortsmitte in Weissach.

Alle Bürgerinnen & Bürger wurden vorab, nach der Sommerpause, im Rahmen einer Einwohnerversammlung über das Projekt und die damit verbundene Bürgerbeteiligung informiert. Im November und Dezember 2020 ist eine Online-Befragung vorgesehen, um die Arbeit der Büros anzureichern. Zusätzliche zielgruppenspezifische Beteiligungsformate für Kinder, Jugendliche und Seniorinnen und Senioren werden Anfang 2021 durchgeführt. Die Zwischenentwürfe werden im 1. Quartal 2021 von Gemeinderat und Jury bewertet und werden am selben Wochenende in einer Bürgerwerkstatt weiterentwickelt. Auch die Ergebnisse dieser Bürgerwerkstatt werden als Anregungen in die fünf Planungsbüros gegeben, die ihre Entwürfe dann bis Ende des 2. Quartals 2021 fertigstellen.

Geplant ist, dass nach der Sommerpause 2021 der städtebauliche Entwurf im Gemeinderat beraten und beschlossen wird. Aufgrund der Corona-Pandemie betrifft die aktuelle, zeitliche Verzögerung mindestens sechs Monate.

Bürgerbeteiligung

Bürgerwerkstätten

Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gewerbebetriebe sollen bei der Gestaltung ihres direkten Lebensumfeld mit einbezogen werden, um Akzeptanz und Identitätsbindung für die Neugestaltung zu schaffen und gleichzeitig ihre Bedürfnisse und Vorstellungen einbringen zu können. Es werden unterschiedliche Beteiligungsformen in den Planungsprozess integriert. Damit die Beteiligung funktioniert und für alle gewinnbringend und zufriedenstellend ist, wurden "Qualitätskriterien zur Bürgerbeteiligung in der Ortsmitte Weissach" erarbeitet. Diese können Sie weiter unten bei "Unterlagen zum Download" digital abrufen.

Bürgerschaftliches Engagement muss freiwillig und selbstbestimmt bleiben. Es hat sich daher der Projektcharakter bewährt, um die Bürgerinnen und Bürger nicht übermäßig in die Mitgestaltungspflicht zu nehmen.

Bürgermeister Daniel Töpfer und Inge Horn (HORNprojekt GmbH)

Folgende Beteiligungsformate sind für das Jahr 2020 und 2021 vorgesehen:

2020

  • Informationsabend für die Gewerbetreibenden im Ortskern (13.02.2020)
  • Einwohnerversammlung zum Auftakt mit offenem Austausch (22.09.2020 & 13.10.2020)
  • Ideenboxen für Wünsche & Anregungen (22.09.2020 & 13.10.2020)
  • Online-Befragung zur Erarbeitung der Aufgabenstellung (20.11. - 31.12.2020)
  • Informationsstand auf dem Wochenmarkt (coronabedingt ausgefallen)

2021

  • Bürgerwerkstatt zur Weiterentwicklung der Ziele (20.03.2021)
  • Kinder- und Jugendbeteiligung (Osterferien 2021)
  • World-Café für Seniorinnen und Senioren (Ende April 2021)

Die geplanten Beteiligungsformate sind ohne Gewähr. Die Termine geben wir rechtzeitig im Amtsblatt der Gemeinde Weissach bekannt. Anpassungen aufgrund der geltenden Corona-Verordnung sind möglich.

Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung

Informationsabend "Gewerbe" am 13.02.2020

Informationsabend "Gewerbe" am 13.02.2020

  • Informationsabend mit den Gewerbebetrieben aus dem Ortskern in Weissach am 13.02.2020:

    Am Donnerstag, den 13.02.2020 wurden die Gewerbebetriebe rund um die Ortsmitte in Weissach zu einem Informationsabend ins Rathaus eingeladen. Den 19 Personen aus 15 Gewerben hat das begleitende Büro, die CIMA Beratung & Management aus Stuttgart, erste Zwischenergebnisse aus der Nutzungs- und Funktionsanalyse vorgestellt. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in die Kaufkraft der Gemeinde und die Marktchancen und Marktrisiken im Ortskern in Weissach. Anschließend wurden gemeinsam Ideen für eine verbesserte Aufenthaltsqualität und mehr Wohlfühlatmosphäre gesucht.

    Die Ergebnisse werden in die weiteren Planungen mit einbezogen. Denn wir möchten das Einkaufs- und Dienstleistungsangebot in Weissach erhalten und ausbauen. Vielen Dank an die Gewerbetreibenden für den konstruktiven Abend!

Einwohnerversammlung am 22.09.2020 und 13.10.2020

Einwohnerversammlung am 22.09.2020

Viele Ideen, Fragen und Anregungen wurden geäußert, die zusammengefasst aufgeführt werden:

1. Gestaltung der Ortsmitte Weissach:
- Die Ortsmitte soll zeigen, "was Weissach ausmacht" und nicht nur modern und funktionell sein.
- Ein unverwechselbarer Ortskern mit humanen Begegnungsflächen und keine seelenlose Architektur.
- Der Charakter des Ortes darf nicht verloren gehen.
- Mehr Grün in der Ortsmitte und schattenspendende Bepflanzung, große Bäume, vielseitige Art.
- Die Offenlegung des Strudelbachs prüfen.
- Auch der "Rest" der Ortsmitte soll im Rahmen der Neugestaltung betrachtet werden, bspw. Rewe oder die Fläche rund um das Backhaus.
- Das Kopfsteinpflaster auf dem Gehweg entfernen durch einen barrierefreien Belag.
- Die Sitzbänke an den Bushaltestellen sollen so groß sein, dass alle Schüler Platz haben. Digitale
  Anzeigetafel wären schön.
- Die Straßen- und Verkehrsführung soll optimiert werden.
- E-Ladesäulen sind für den Ortsteil Weissach interessant.

2. Sicherheit in Weissach:
- Das Thema Sicherheit abends und nachts soll beachtet werden, um bspw. Schlupfwinkel oder dunkle  Ecken zu vermeiden.
- Videoüberwachung, bspw. auch Security am Abend.
- Feuerwehr und DRK einbeziehen, ggf. ist ein Hubschrauberlandeplatz interessant.
- Tempo 30 in der Ortsmitte durchsetzen mit eingeengten Straßenabschnitten.
- Radwege außerhalb der Fahrbahn etablieren und das Radwegnetz auch außerhalb von Weissach
  bspw. nach Flacht oder Heimerdingen optimieren.


3. Planungsprozess und Beteiligungsformate:
- Warum wurden fünf Planungsbüros ausgewählt? Und welche Kriterien werden für die Auswahl zugrunde gelegt?
   > Verwaltung: die Vielfalt der Entwürfe soll mit fünf Büros erhöht werden. Die Auswahl erfolgt nach der fachlichen Qualifikation anhand einer Bewertungsmatrix. Aktuell sind 15 Bewerbungen
   eingegangen und der Gemeinderat wird die Entscheidung bis Ende 2020 treffen.
- Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche etablieren, um alle Zielgruppen zu erreichen.
   > Verwaltung: Anfang 2021 wird es spezielle Angebote für Kinder von 5 - 11 Jahren, für Jugendliche sowie für Seniorinnen und Senioren geben.
- die vorbereitenden Fachgutachten um den Aspekt "Tiefbau / Verdohlung" ergänzen.
- Was passiert ab Juni 2021, wann rollen die ersten Bagger?
   > Verwaltung: nachdem der städtebauliche Entwurf feststeht, wird es rund 2,5 Jahre dauern, bis die Pläne verfeinert und als Ausführungsplanung zur Verfügung stehen.

4. Mögliche Einrichtungen und Geschäfte:
- Ein Café und eine Eisdiele.
- Gibt es Pläne zu Einrichtungen, die "öffentlich" getragen werden, bspw. Kultur-Cafe, soziale Einrichtungen?
  > Verwaltung: Die Fläche ist frei gestaltbar und wird mit der Bürgerschaft entwickelt. Das Erdgeschoss des Alten Rathauses bietet sich bspw. als Räumlickeit an.
- Weissach braucht aus Sicht der Seniorinnen und Senioren dringend eine Apotheke, eine weitere fußläufige Post im Ortskern (zusätzlich zur Filiale in der Gärtnerei Hörnlen) und eine öffentliche Toilette

 

Das Video zur ersten Einwohnerversammlung am 22.09.2020 steht Ihnen hier zur Verfügung.

Hier geht es zum Video auf YouTube

Online-Befragung vom 20.11.2020 - 31.12.2020

Zum Jahresende 2020 konnten alle Weissacher und Flachter an einer (Online)-Befragung für die neue Ortsmitte in Weissach teilnehmen. Es bestand auch die Möglichkeit, einen Papierfragebogen anzufordern. Die Ergebnisse wurden dem Gemeinderat am 25.01.2021 vorgestellt und am 27.01.2021 im Amtsblatt veröffentlicht. Die Ergebnisse münden unter anderem in die Aufgabenstellung für die fünf Planungsbüros im Rahmen der Mehrfachbeauftragung. Die zugehörige Drucksache können Sie im Ratsinformationssystem (kurz: RIS) auf der Homepage der Gemeinde hier abrufen.

Die Befragung hat sich in allgemeine Angaben und drei Themenfelder gegliedert. Bei den allgemeinen Angaben wurden Geschlecht, Alter und Wohnsitz abgefragt. Insgesamt haben 921 Personen teilgenommen. Dies entspricht einer Rücklaufquote von rund 13 %. Davon sind 77,3 % der Teilnehmer aus Weissach und 22,7 % aus Flacht. Vor allem die Altersgruppe der 26 bis 45-Jährigen hat sich überproportional an der Befragung beteiligt, während Seniorinnen und Senioren über 66 Jahre eher weniger teilgenommen haben, auch wenn es die Möglichkeit des Papierfragebogens anstelle der Online-Teilnahme gab.

Eine ausführliche und grafisch aufbereitete Zusammenstellung der Ergebnisse steht Ihnen hier als pdf-Datei zur Verfügung.

Bürgerwerkstatt am 20.03.2021 - Viele Ideen "aus der Mitte - für die Mitte"

Herzlichen Dank für die Teilnahme bei der Bürgerwerkstatt am 20.03.2021 zu den ganz unterschiedlichen fünf Zwischenentwürfen. Neben der Präsenzveranstaltung in der Strudelbachhalle konnte zeitgleich das digitale Alternativangebot hier auf der Homepage genutzt werden. Die Anregungen und Ideen aus der Bürgerschaft werden zu einem Ergebnisprotokoll ausgearbeitet, welches den Büros zugeht. Darüber hinaus findet Ende April in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats eine Information statt. Zeitgleich zur Gemeinderatssitzung im April werden auch hier die Ergebnisse veröffentlicht.

Ein Nachbericht zur Bürgerwerkstatt findet sich im Amtsblatt (KW 12), der hier als pdf-Datei abgerufen werden kann. Die Präsentation aus der Sitzung des Gemeinderats am 26.04.2021 mit allen Fotodokumentationen finden Sie hier.

Kinder- und Jugendbeteiligung

Nach der großen Bürgerwerkstatt zur Neugestaltung der Ortsmitte Weissach am 20.03.2021 fand auch die Kinder- und Jugendbeteiligung über einen Zeitraum von drei Wochen bis zum 23.04.2021 statt. Beginnend zu den Osterferien konnten die Kleinsten (5 bis 12 Jahre) auf Schatzsuche in der Ortsmitte gehen, während die Jugendlichen (13 bis 18 Jahre) in Form einer digitalen Befragung ihre Wünsche und Bedürfnisse zur neuen Ortsmitte mitgeteilt haben. Insgesamt haben 42 Kinder und 29 Jugendliche mitgemacht.

Schatzsuche durch die Ortsmitte
Beginnend am Rathaus (Station 1), über die große Schotterfläche im Plangebiet (Station 2), den angrenzenden Parkplatz gegenüber der Bushaltestelle (Station 3) und bis zum Backhäusle (Station 4) wurden die Kinder mit Hinweisbildern geführt. An jeder Station wurden zwei bis drei Fragen auf der Schatzkarte beantwortet. Auf die erste Frage vor dem Rathaus, was sich die Kinder vom Bürgermeister für ihre Ortsmitte generell wünschen, führen ein Skaterpark, ein Wasserspielplatz und Möglichkeiten zum Klettern die Auflistung an. Auch weitere Spiel- und Sportmöglichkeiten (bspw. Trampolin, Basketballkörbe) und mehr Grün wurden oft genannt. Auch ein Einhorn, ein Pferd und ein Urwald mit Dinos standen auf der Wunschliste (siehe erstes Diagramm).
Als besten Ort zum Spielen in Weissach nannten die Kinder neben dem Spielplatz am Rathaus auch andere Plätze in Weissach (bspw. an der Schule, Wehrkirchbereich, Vorbergblickhütte), den Strudelbach oder ihr eigenes Wohngebiet.

Bei der zweiten Station machten die Kinder Vorschläge, was hier gebaut werden sollte. Mit 26 Stimmen sprachen sich die Kinder für eine Eisdiele aus, dicht gefolgt von einer Parkanlage mit Wasser und Spielmöglichkeiten. Unter „Sonstiges“ wurden ein Schwimmbad, ein Skaterpark / eine Halfpipe, eine NERF-Anlage, eine Alla-Hopp-Anlage, ein Kino, ein Schloss zum Spielen, eine Hüpfburg, ein Ponyhof und ein (Streichel-) Zoo genannt (siehe zweites Diagramm).

Auch wie es den Kindern hier generell gefällt, wurde erfragt (Mehrfachnennung möglich). 29 Kinder hätten gerne mehr Pflanzen / mehr Grün, 25 Kinder empfinden den Bereich als zu stark befahren und 24 Kinder nehmen es hier „viel zu laut“ wahr. An Station 3, gegenüber am Parkplatz, lautete die erste Frage „Würdest du hier gerne spielen?“. Dies wurde von 40 % der Kinder bejaht, 60 % verneinten. Auch die Verkehrssituation wurde näher unter die Lupe genommen. „Wie kommst du hier über die Straße?“ Rund 60 % der Kinder nutzen die naheliegende Ampel bzw. den Zebrastreifen weiter oben. Elf Kinder warten, bis gerade kein Auto kommt und überqueren dann. Sechs Kinder gaben an, dass sie nur mit Hilfe eines Erwachsenen die Straße überqueren können, da es zu gefährlich sei. Als letztes wurde nach einer gefährlichen Stelle in der Ortsmitte gefragt, an der sich die Kinder nicht so gerne aufhalten. Von 17 Kindern wurde die Hauptstraße genannt, auch die Kurve beim Parkplatz und bei der Bushaltestelle wurde von sechs Kindern als gefährlich eingestuft. Es folgten der Parkplatz (Station 3), der Marktplatz bzw. die dortige Verkehrsinsel und der Spielplatz am Rathaus am Abend. Vier Kinder (überwiegend älter, 9-13 Jahre) fanden die Ortsmitte nicht sehr gefährlich.

Bei der vierten Station am Backhäusle wurden die Kinder gefragt, ob sie öfter hier seien. Rund 75 % der Kinder verneinte, sechs Kinder sind öfter da und vier nur ab und zu. Die zweite Frage lautete: „Würdest du hier gerne eine Spielfläche haben?“, woraufhin 30 Kinder mit „ja“ antworteten und zehn Kinder mit „nein“. Als Abschlussfrage im Bereich des Backhäusles wurde gefragt, was die Kinder hier noch gerne haben möchten. An erster Stelle steht ein Wasserspielplatz / Wasserlauf, gefolgt von einer Eisdiele und Spiel- bzw. Sportgeräten. Eine (Blumen-)wiese wünschten sich vier Kinder. Außerdem wünschten sich die Kinder eine Skateranlage, ein Schwimmbad, Minigolf, Kegelbahn, Karussell, Kinderfeste, etwas mit Tieren (Ponyhof, Streichelzoo) und mehr Läden (bspw. Spielzeugläden).


Digitale Befragung der Jugendlichen
Die 13 Fragen an die Jugendlichen befassten sich mit ähnlichen Themenfeldern. Mit der Gemeinde Weissach verbunden fühlen sich 25 der 29 Jugendliche. Rund 65 % der Jugendlichen halten sich gerne in der Ortsmitte auf. Die Aufenthaltsorte sind vielfältig, es konnten mehrere Antwortmöglichkeiten genannt werden: sie steigen an der Bushaltestelle ein (21 Jugendliche), gehen in der Ortsmitte einkaufen (20 Jugendliche), sind auf dem Spielplatz beim Rathaus (8 Jugendliche), auf dem Marktplatz (4 Jugendliche) oder rund ums Backhäusle (3 Jugendliche). Die vorhandene Auswahl der Läden und Restaurants wird mit gut bis „weder gut noch schlecht“ bewertet. Die vorhandenen Aufenthaltsplätze hingegen als nicht so gut.
Der Großteil der Jugendlichen ist überwiegend zu Fuß in der Ortsmitte unterwegs (26 Jugendliche), mit dem Bus oder Auto (je 13 Jugendliche). Sieben Jugendliche nehmen auch das Fahrrad, ein Jugendlicher ist gar nicht in der Ortsmitte unterwegs. Die Lautstärke in der Ortsmitte wird als „etwas laut“ wahrgenommen.

Auf die Frage, wann sich die Jugendlichen öfter in der Ortsmitte aufhalten würden, wurden die Eisdiele (23 Mal) und die Sitzgelegenheit am Wasser (20 Mal) am häufigsten genannt. Ein zusätzlicher Treffpunkt für Jugendliche (12 Mal) und mehr Grün (11 Mal) sind für 40 % bzw. 38 % wichtig (siehe drittes Diagramm).

Auf die Frage nach den gern besuchten Festen und Veranstaltungen in der Ortsmitte wurden der Nikolausmarkt (20 Mal), das Schlapperfest (19 Mal), das Oldtimerfest (12 Mal) und der Wochenmarkt (5 Mal) genannt. Mehrfachauswahl war möglich. Fünf Personen nehmen an keinen Festen teil.
Ob E-Ladestationen für Fahrräder angeboten werden sollen, ist rund 52 % egal, 31 % sprechen sich dafür aus und 17 % dagegen. Überdachte Fahrradständer befürworten 45 % der Jugendlichen, während es 38 % egal ist und 17 % keinen Bedarf sehen. Die Ortsmitte als Wohngegend kommt für den Großteil der Jugendlichen nicht in Frage. Stattdessen würden 27 von 29 Jugendlichen lieber an den Ortsrand ziehen, eine Person auch in eine größere Stadt. Als Nutzung für das derzeit leerstehende Alte Rathaus schlagen 45 % ein Jugendcafé vor und 38 % zusätzliche Ladengeschäfte. Rund 17 % legt sich nicht fest und ist offen.

Als zusätzlicher Vorschlag wurde eine Givebox geäußert, bei der gebrauchte Bücher, Spiele oder Kleidung zum Verschenken angeboten werden können. Da Flohmärkte und Second-Hand-Basare coronabedingt entfallen, könnte damit ein zeitunabhängiger Geben-und-Nehmen-Austausch ermöglicht werden.

Die Präsentation aus der Sitzung des Gemeinderats am 26.04.2021 steht hier zum Download bereit.

Seniorenbeteiligung

Am Mittwoch, den 28.04.2021, fand das dritte und damit letzte Beteiligungsmodul zur Neugestaltung der Ortsmitte Weissach im Rosa-Körner-Stift pandemiekonform statt. Bürgermeister Daniel Töpfer und Inge Horn (HORNprojekt GmbH aus Leonberg) hatten bereits einen Tag zuvor die fünf Zwischenentwürfe der Planungsbüros als Ausstellung dem Stift zur Verfügung gestellt.

„Bemerkenswert!“, stellte Inge Horn fest. „Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten sich im Vorfeld intensiv mit den Plänen auseinandergesetzt und einige Anregungen sowie kritische Punkte im Gepäck dabei.“ In lockerer Atmosphäre wurden das Planungsgebiet sowie wesentliche Ideen der Büros vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr erfreut, dass auch ihre Perspektive in den laufenden Prozess einfließen wird.

„Ob der Pflasterbelag auf dem Marktplatz passt und was es bei Straßenquerungen mit dem Rollator zu beachten gilt, ist gerade für die älteren Bewohnerinnen und Bewohner in der Ortsmitte entscheidend bei ihrem Spaziergang oder Einkauf durch den Ortskern“, nimmt Bürgermeister Daniel Töpfer wahr. Erfreut spürt er bereits jetzt eine große Identifikation mit der anstehenden Neugestaltung. Denn die neugestaltete Ortsmitte soll ein Begegnungsort für alle Generationen werden. Vor allem für die sich anschließende Konkretisierungsstufe, wenn der städtebauliche Entwurf feststeht, waren hilfreiche Hinweise dabei. Neben den Ergebnissen der Kinder- und Jugendbeteiligung sowie der Bürgerwerkstatt wurden auch die Ergebnisse des Seniorennachmittags direkt in die fünf Planungsbüros gegeben. Ende Juni wird sich die Jury mit den finalen Entwürfen auseinandersetzen.

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