Neues aus dem Rathaus: Gemeinde Weissach

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Neues aus dem Rathaus

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Autor: Susann Licha
Artikel vom 07.04.2021

Beraten & Beschlossen GR 29.03.2021

Ferdinand-Porsche-Gemeinschaftsschule bekommt neue Holzhackschnitzelanlage

Die Ferdinand-Porsche-Schule in Weissach, bestehend aus mehreren Schulgebäuden für Gemeinschafts- und Grundschule, wird über ein Nahwärmenetz versorgt. Im Jahr 2017 erfolgte die Erweiterung um ein weiteres Klassenzimmergebäude und eine Mensa. In diesem Zusammenhang wurde auch die Wärmeerzeugung untersucht, da der bestehende Holzhackschnitzelkessel wie auch die Gaskessel am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangt waren und bereits seit einigen Jahren außer Betrieb waren.

Der aktuell in der Heizzentrale befindliche Holzhackschnitzelkessel wurde mangels Ersatzteile und Wartungsmöglichkeiten in der Zwischenzeit stillgelegt und auch hydraulisch bereits vom Wärmenetz getrennt. Der ursprüngliche Hersteller aus der Schweiz ist lange insolvent und nicht mehr auf dem Markt präsent. Die Versorgung erfolgt derzeit über einen im Jahr 2019 neu installierten Gasheizkessel. Damit ist zwar die Versorgungssicherheit für die Schule gegeben, allerdings werden die rechtlichen Anforderungen an den Neubau (EWärmeG, EEWärmeG) und ökologischen Ziele der Gemeinde nicht erreicht. Das Büro EGS-Plan aus Stuttgart wurde daraufhin mit der Ausarbeitung einer erneuten Variantenuntersuchung beauftragt.

Variante 1 untersucht die Versorgung durch einen neuen Holzhackschnitzelkessel und den Einsatz eines BHKW, Variante 2 sieht statt dem Holzhackschnitzelkessen einen Pelletkessel vor. Die Variante 3 beleuchtet weitgehend das bestehende System aus Holzhackschnitzelkessel und Gasspitzenlastkessel und zeigt damit den wirtschaftlichen Einfluss des BHKW in Variante 1 und 2 auf. Die Variante 4 ergänzt die vorgenannte Variante um den Einsatz eines kleineren BHKW, um den Bedarf der Mensa und der Sporthalle effizient zu decken. In allen Varianten kommen die bestehenden Gaskessel für eine Spitzenlastversorgung zum Einsatz. Die Photovoltaik-Stromerzeugung wurde in allen Varianten verglichen. 

Die untersuchten Versorgungsvarianten bauen auf der bestehenden Struktur der Wärmeversorgung auf und betrachten und vergleichen die Parameter CO2-Emissionen, Wirtschaftlichkeit und Investitionskosten. Die PV-Anlagen zeigen in allen Varianten einen positiven Effekt auf die Wirtschaftlichkeit. Dies wird durch die hohe Eigenstromnutzung erreicht. Daher sollte diese Maßnahme unabhängig zum Wärmeversorgungskonzept umgesetzt werden.

Aufgrund der niedrigen CO2-Emissionen und niedrigeren Jahresgesamtkosten beschloss der GR einstimmig die Umsetzung der Variante 3 mit einem neuen Holzhackschnitzelkessel und der Nutzung des bestehenden Gasspitzenlastkessels. Hierdurch kann die bestehende Struktur der Heizzentrale weitergenutzt werden und es ergeben sich im Vergleich die niedrigsten geschätzten Investitionskosten i.H.v. rund 670.000 €. Im Weiteren wurde das Büro EGS-Plan mit der Ausschreibung und Betreuung der Arbeiten zur Erneuerung der Wärmeversorgung der Ferdinand-Porsche-Gemeinschaftsschule beauftragt.