Neues aus dem Rathaus: Gemeinde Weissach

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Neues aus dem Rathaus

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Autor: Susann Licha
Artikel vom 29.10.2019

Beraten & Beschlossen: Gemeinderat (GR) am 22.10.2019

Stellenneuschaffung zur Unterstützung der Bewirtschaftung des Gemeindewaldes
 Mit Datum vom 13.10. 2019 und 14.10.2019 gingen von den Fraktionen „Bürgerliste“ und „Unabhängige Liste“ jeweils Anträge auf Einrichtung einer weiteren Stelle für die Forsteinrichtung im Gemeindewald Weissach ein. Grundlage der beiden Anträge sind die Berichte zur derzeitigen angespannten Waldsituation im Rahmen der Beratung und Beschlussfassung des forstlichen Betriebsplanes für das Jahr 2020 im Finanz- und Verwaltungsausschuss am 09.10.2019.

Infolge der extremen Witterung der beiden vergangenen Jahre mit überdurchschnittlichen Temperaturen und hohen Niederschlagsdefiziten haben sich hohe Borkenkäferpopulationen aufgebaut. Die Auswirkungen extremer Trockenjahre zeigen sich erfahrungsgemäß verstärkt in den Folgejahren. Um die Massenvermehrung einzudämmen gilt es, dem Borkenkäfer durch Brutraumentzug entgegenzuwirken. Dafür müssen die im gesamten Gemeindewald verteilt angefallenen Windwürfe möglichst rasch aufgearbeitet und aus dem Wald gebracht sowie laufend kontrolliert werden. Dies stellt einen deutlich über den normalen Pflegeaufwand des Gemeindewaldes hinausgehende Aufwand dar. Die aktuelle Personalstärke des Gemeindewaldes, mit 642 Hektar Betriebsfläche, beträgt zwei Vollzeitkräfte, welche dadurch stark gefordert sind und regelmäßig anfallende Arbeiten der Waldbewirtschaftung nur noch teilweise erledigen können. Zur Eindämmung des Borkenkäfers und Aufrechterhaltung der regulären Bewirtschaftung wird eine zusätzliche Stellenschaffung notwendig. Aufgrund der Größe des Gemeindewaldes werden langfristig jedoch nicht genügend Aufgaben vorhanden sein, um drei Vollzeitstellen ausreichend zu beschäftigen. Im Falle einer möglichen Wiederherstellung der Regelbewirtschaftung in den nächsten Jahren würde eine unbefristete Besetzung zu einer dauerhaften personellen Überbesetzung im Forst führen. Unter Berücksichtigung aller einschlägigen Kriterien ist im „Regelbetrieb“ bei einer Betriebsfläche von 642 Hektar Gemeindewald nur die dauerhafte und zusätzliche Schaffung einer Personalstelle mit einem Beschäftigungsumfang von 50 v.H. gerechtfertigt. Aus diesem Grund muss die neu zu schaffende Stelle so ausgestaltet werden, dass eine Überprüfung sowie ggf. organisatorische Anpassung des Aufgabenbereichs unter Berücksichtigung des tatsächlichen Bedarfs und der sich daraus ergebenden Notwendigkeit eines Einsatzes im Forstbereich in den kommenden Jahren flexibel möglich ist.

Der Gemeinderat ist daher dem Verwaltungsvorschlag, die neu zu schaffende Stelle im Geschäftsbereich des Bauhofs zu verorten und zunächst hundertprozentig dem Forst zuzuordnen, bei Stimmengleichheit gefolgt. Ein zuvor durch die Unabhängige Liste gestellter Antrag zur Schaffung einer unbefristeten Vollzeitstelle im Bereich Forst wurde durch die Mitglieder des Gremiums mehrheitlich abgelehnt. Gemäß dem Beschlussvorschlag der Verwaltung soll nach drei Jahren eine erstmalige Überprüfung sowie ggf. eine anteilige Zuordnung der Stelle zum gemeindlichen Bauhof im Umfang von 50 v.H. erfolgen. Eine anteilige Dies würde nicht zu einer Überbesetzung führen, da aufgrund des dort deutlich umfangreicheren Personalkörpers Maßnahmen zur Kompensation der neu zuzuordnenden Stellenanteile getroffen werden können. Durch die Schaffung einer zusätzlichen Stelle in Entgeltgruppe 5 TVöD-V sind für das Haushaltsjahr 2020 sowie die darauffolgenden Jahre zusätzlich ca. 53.000 € Personalkosten im Sammelnachweis 4 einzuplanen. Die Ausschreibung der Stelle soll sofort erfolgen, sodass die Besetzung der neu geschaffenen Stelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt umgesetzt werden kann.