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Bericht der Feierstunde im Weissacher Rathaus
Verleihung der Bürgermedaille an Franz Lampeitl am 23.04.2004Am Freitag, den 23. April 2004 konnte Bürgermeister Roland Portmann Herrn Franz Lampeitl feierlich die Ehrenbürgermedaille der Gemeinde Weissach überreichen.
Zu dieser Veranstaltung waren sie alle gekommen, die Weggefährten aus Gemeinderat und Ortschaftsrat, die Imkerfreunde und nicht zuletzt die Familie und Freunde des Franz Lampeitl.

In seiner Eröffnungsansprache begrüßte BM Portmann die gut hundert Gäste und würdigte in einer eigenen Laudatio die Verdienste des Geehrten. Die Ansprache ist im folgenden in Auszügen wiedergegeben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Frau Lampeitl, lieber Herr Lampeitl, herzlich willkommen heute Abend im großen Bürgersaal des Rathauses unserer Gemeinde Weissach. Ein würdiger Rahmen für eine Ehrenveranstaltung wie die heutige. Wo es gilt, einem Menschen, der sich um die Gemeinde verdient gemacht hat, dies auch auszudrücken. Nicht nur in Form von warmen Worten, sondern auch in Taten.

Und ich glaube die Verleihung einer Bürgermedaille ist eine derartige Tat, aus der jedermann ersehen kann, dass die Person, der Mensch, dem diese Medaille verliehen wird, überreicht wird, den Dank der Gemeinde, der Gemeinschaft verdient.

So darf ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr herzlich begrüßen und ich freue mich, dass Sie heute Abend aus diesem frohen Anlaß zu uns gekommen sind, um durch Ihre Anwesenheit, den zu Ehrenden mitzufeiern. Seien Sie mir - im Namen der Gemeinde Weissach – und auch persönlich alle sehr herzlich willkommen.

Gestatten Sie mir jedoch trotzdem, einige Ehrengäste besonders zu erwähnen. Da beginne ich mit den Damen und Herren des Gemeinderats, an deren Spitze meine beiden Stellvertreter Herrn Kühnemann und Herrn Scheck, begrüße weiterhin die Damen und Herren des Ortschaftsrats, mit dem OV Herrn Bernd Feyler an der Spitze, die Vertreter der Kirchen, hier besonders Pfarrer Kollmar, der auch die Laudatio halten wird. Für Ihre diesbezügliche Bereitschaft meine besten Dank, Herr Kollmar.

Weiter Vertreter unserer örtlichen Schulen, Vertreter aus Verbänden und Vereinen mit ihrer Sprecherin Frau Krause-Müller, die auch mit einem Grußwort aufwarten wird. Nicht zuletzt den ersten Träger unserer Bürgermedaille, Herrn Werner Strohäcker - sowie stellvertretend aus der Reihe der persönlichen Gäste des zu Ehrenden, Herrn Dr. Dr. Helmut Horn, Abteilungsleiter der LA für Bienenkunde in Hohenheim.

Auch Herr Dr. Horn wird eine Würdigung des Wirkens von Herrn Lampeitl vornehmen. Zwar nicht aus der Sicht der Bienen, so doch aus der Sicht des zweiten Bereichs, um den sich Franz Lampeitl verdient gemacht hat. Und das war halt die Bienenzucht und alles was damit zusammenhängt.

Und - natürlich an erster Stelle, heiße ich die Hauptperson des heutigen Abends, Herrn Franz Lampeitl mit seiner Familie sehr herzlich willkommen. Ich freue mich, lieber Herr Lampeitl, Sie - wie leider nicht immer in den letzten Jahren - so gesund und munter heute Abend hier bei uns zu haben. Und ich hoffe - wir hoffen es und wünschen es Ihnen, dass dies noch lang so bleibt.

Eigentlich meine sehr geehrten Damen und Herren, hatten wir mir heute Abend nur die Rolle des Begrüßungs-Redners zufallen. ....... Und wir haben ja auch bereits zwei Laudatoren. Daher will ich es auch kurz machen. Aber einige Worte zu Herrn Lampeitl gestatte ich mir doch auch selber und hoffe auf Ihr Verständnis.

Schließlich haben wir, Franz Lampeitl und ich, auch einige Jahre gemeinsam in und für die Gemeinde zurückgelegt. Es waren zwar nicht sehr viel, aber immerhin fünf Jahre war er in meiner Zeit noch im Gemeinderat vertreten, bis ich ihn dann im Januar 2002 mit Bedauern aus dem Gremium verabschieden musste. Auf seinen eigenen Wunsch.

Nachdem Sie – sehr geehrter Herr Lampeitl - bei der GR-Wahl 1999 noch der sog. Stimmenkönig der BL für den Teilort Flacht geworden waren. Für die Sie aber nicht immer im GR vertreten waren. Auch das sollte nicht verschwiegen werden, und es gibt auch keinen Grund dazu, auch nicht an einem Abend wie diesem, dass Sie auch viele Jahre für die FWV im GR Sitz und Stimme hatten.

Von 1980 bis 2002 haben Sie im GR für die Gemeinde Weissach die Entwicklung mitgestaltet. Die Bevölkerung, Ihre Wählerinnen und Wähler, haben Ihren Einsatz für die Gemeinde, aber auch für den Ortsteil Flacht honoriert. Von Wahl zu Wahl vergrößerten Sie Ihren Stimmenanteil. Von 993 im Jahr 1980 bei der 1. Wahl, über 1131 bei der Wahl 1984, bis auf 1598 bei Ihrer nunmehr letzten Wahl im Okt. 1999.

Als Sie vor fast zweiundzwanzig Jahren zum 1. Mal in den GR der Gem. Weissach gewählt wurden, wurden die Flachter Kinder noch die alte Schule in der Ortsmitte geschickt, um fürs Leben zu lernen. Es gab noch keinen zentralen Bauhof in der Gemein-de, wenige Neubaugebiete, kein Gewerbegebiet im Neuenbühl und die Ortskernsanierung hatte noch nicht begonnen. Das alles waren Aufgaben, die in den folgenden Jahren, in Ihren Wahlperioden und mit Ihnen geplant und realisiert wurden.

Auch an den Entscheidungen, die schon in meine Zeit fielen, haben Sie entscheidenden Anteil gehabt. Seien es die neue Sanierung in Weissach gewesen, der Rathausneubau, die Ansiedlung Edeka, die Beschlüsse zu Sporthalle und Festhalle und so weiter und so weiter, um nur die wichtigsten zu nennen. An allen diesen Entscheidungen haben Sie tatkräftig mitgewirkt und so ein Stück Geschichte der Gemeinde, Ihrer Gemeinde gestaltet und geschrieben.

Sie haben, obwohl auch OR und sogar OV von Flacht seit 1996, auch die Entwicklung im anderen TO Weissach positiv mitgetragen und mitgestaltet.

Herr Lampeitl, ich habe bei Ihrer Verabschiedung behauptet, Sie würden mir zukünftig fehlen. Ihr Nachfolger im GR sollte es jetzt nicht falsch verstehen, wenn ich sage, Sie haben mir gefehlt. Ihre ruhige und leise Art, trotz inneren Engagements für die Sache. Sie waren auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Mann, der selber aus der Verwaltung kam, ein Mensch, der Verständnis für die Sorgen und Probleme der MA hat-te. Der wusste, wo die Verw.-Menschen der Schuh drückt.

Mir persönlich waren Sie ein wichtiger Ratgeber, nicht nur, wenn es um die Sache der Ortschaft ging. Mit Ihrer langen Lebenserfahrung, der Kenntnis von Land und Leuten und der vier Legislaturperioden im GR waren Sie mir auch in anderen Fragen, was die Gemeindepolitik betraf, ein wichtiger Ansprechpartner und Helfer. Vor allem in meiner Anfangszeit, in der wir einige aufregende Tage durchzustehen hatten.

Aber ich glaube mit Fug und Recht behaupten zu können, dass wir zwei gut zusammengearbeitet haben. Sicherlich gab es auch Meinungsverschiedenheiten. Das ist doch mehr als normal und die zu verschweigen wäre verlogen. Denn wichtig ist doch, was man aus diesen unterschiedlichen Meinungen macht. Und wenn es mal so war, dann haben wir sachlich und fair Lösungen gefunden. Denn für berechtigte Anliegen und Wünsche der Ortschaft Flacht und Ihrer Bürgerinnen und Bürger hatte ich und habe ich stets Verständnis und ein – nein auch zwei – offene Ohren gehabt. ...... Wenn es der Verbesserung der örtlichen Situation diente.

Herr Lampeitl, lassen Sie mich zum Abschluss meiner kurzen Würdigung Ihnen noch einmal ganz herzlich Dank sagen für Ihre Tätigkeit zum Wohle unserer Gesamt-Gemeinde Weissach. Dank sagen namens des GR und der Verwaltung, Dank aber auch ganz persönlich von mir als BM und von mir als Mensch Roland Portmann.

Ich möchte beim Dank aber auch Ihre – wie es immer so schön heißt – bessere Hälfte nicht vergessen. Dank gebührt auch Ihrer lieben Ehegattin Edeltraud, die Ihnen privat den Rücken immer frei gehalten hat, frei gehalten haben muss, denn sonst hätten Sie sich gar nicht in dem Maße engagieren können. Ohne Sie, sehr geehrte Frau Lampeitl, hätte es wohl nicht den vollen Einsatz des Franz Lampeitl geben können. Also auch Ihnen, liebe Frau Lampeitl, einen ganz herzlichen Dank und auch Sie werden heute Abend nicht leer ausgehen.

.................... So, und abschließend möchte ich allen danken, die mit der Organisation, Vorbereitung und Gestaltung dieser feierlichen Veranstaltung befaßt waren und sind. Das sind in der Hauptsache meine Sekretärinnen und mein Hauptamtsleiter und für die musikalische Umrahmung des Programms die Concordia Flacht.

Ihnen meine sehr geehrten Damen und Herren , liebe Gäste, möchte ich für Ihre Aufmerksamkeit und Geduld danken und wünsche Ihnen und uns allen eine schöne Feier und viele gute Gespräche nach Abschluss des offiziellen Teils

Als erster Laudator ergriff der evangelische Pfarrer Edgar Kollmar als Vertreter der kirchlichen Gemeinde das Wort. Er ging auf das Wirken Franz Lampeitl für die Gemeinde und den Ortsteil Flacht ein. An sein Grußwort schloss sich der Höhepunkt der Veranstaltung, die Verleihung der Bürgermedaille an.
Bürgermeister Portmann verlieh Herrn Franz Lampeitl die Bürgermedaille, sowie die Verleihungsurkunde. Franz Lampeitl nahm die Medaille mit Freunde entgegen und ließ sich von Bürgermeister Portmann die Anstecknadel als äußeres Zeichen ans Revier stecken.
Bürgermeister Portmann drückte auch Frau Lampeitl nochmals seinen besonderen Dank aus und überreichte ihr einen Blumenstrauß.
An diese Verleihung reihten sich die Grußworte von Herrn Dr. Dr. Helmut Horn von der Landesanstalt für Bienenkunde, des Flachter Ortsvorsteher Bernd Feyler und der Frau Ingeborg Krause-Müller als Sprecherin der Vereine. Dr. Horn würdigte insbesonders den Einsatz Franz Lampeitls für die Belange der Bienenzucht und Imkerei, wo Herr Lampeitl auch durch Buchveröffentlichungen den Namen Weissachs weit über die Grenzen der Heimat hinaus bekannt gemacht hat. OV Feyler nahm Bezug auf den kommunalen Bereich und Frau Krause-Müller würdigt sein stets menschliches Wesen.
Franz Lampeitl danke für die lobenden Worte. In seiner Rede erinnerte er sich an seine Jugend, die Vertreibung aus der Heimat und den Beginn eines neuen Lebens in Flacht. Sein kommunalpolitisches und ehrenamtliches Engagement sehe er rückblickend als Dank für die aufbauenden Erfahrungen und menschlichen Gesten, die seine Familie nach der Vertreibung in Flacht machen durfte. Er erzählt den Gästen anschaulich von den Stationen seines Lebens und auch wenn er sich aus dem politischen Leben der Ortschaft zurückgezogen habe, stehe er jederzeit mit seinem Rat zur Verfügung.
Diese Worte schlossen die Sänger der Concordia Flacht mit einem eigens für Herrn Lampeitl umgetexteten Volkslied „Auf der Bienenwiese geht der Franz“ und beim anschließenden gemütlichen Zusammensein war fanden Ehrengast und Gäste Gelegenheit zum Gespräch und Austausch.

Weitere Bilder zur Verleihung der Bürgermedaille an Franz Lampeitl finden Sie in unserer Galerie.
geschrieben von Bürgermeister Portmann am 05.05.2004 um 09:35 Uhr.