Allgemeines
Eine große Anzahl Gäste konnte Bürgermeister Portmann anlässlich des 1. Spatenstichs für die 2. Sporthalle im Schul- und Sportzentrum Weissach begrüßen.
Neben den Vertretern des Gemeinderates waren dies vor allem die Landtagsabgeordnete Heiderose Berroth, der 1. Bürgermeister aus Leonberg Helmut Noë, Vertreter des schulischen und sportlichen Lebens aus beiden Teilorten sowie Nachbarn, Architekten und Planer sowie Bauwerker.
Er zeigte sich hoch erfreut, dass dieses herausragende Ereignis für die anwesenden Gäste doch wichtiger gewesen ist als die gleichzeitig stattfindende Fußballweltmeisterschaft.
Diese neue Sporthalle, die die alte Heckengäusporthalle ergänzen soll habe noch keine neue Bezeichnung, noch keinen griffigen Namen erhalten, so dass hier auf den Gemeinderat in der nächsten Zeit noch die Aufgabe zukommt, einen entsprechenden zu finden und zu beschließen. Der Neubau dieser Halle sei dringend notwendig geworden, weil die alte Heckengäusporthalle, die im nächsten Jahr wenn die neue Halle eingeweiht wird ihr Silberjubiläum feiert, den Anforderungen und Bedürfnissen der Benutzer seit langem nicht mehr gewachsen gewesen ist. So sei seit der Einweihung der Heckengäusporthalle im Jahre 1978 die Einwohnerzahl um rund 40 % angestiegen. Schul- und Vereinssport haben lange darauf gewartet, dass sie verbesserte Möglichkeiten in Qualität und in Quantität vorfinden, um Sport zu treiben und somit aktiv die Gesundheit zu erhalten. Die Innenmaße der neuen Halle betragen 24 x 45 m gegenüber 22 x 45 m in der alten Halle. Diese etwas erhöhten Maße erlauben aber eine Dreiteilung der Sporthalle, was mit einem extra angebauten Gymnastikraum mit 15 x 26,5 m dazu führt, dass knapp 1.500 qm Fläche für Sport- und Übungszwecke zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass sich mit einem Schlag die zur Verfügung stehende Sporthallen-Fläche um 150 % erhöht hat.
Bei dieser Zahl geht er davon aus, dass auch Engpässen in der Flachter Sporthalle begegnet werden kann. Deswegen gehörten dem Sporthallenausschuss auch Mitglieder des Flachter Sportvereins an und konnten ihre Ideen und Vorstellungen hier mit einbringen.
Die gesamte Grundfläche der Sporthalle beträgt 2.400 qm und ist somit natürlich noch um einiges höher als der für den reinen Sportbetrieb zur Verfügung stehende Raum, da natürlich auch Nebenräume wie Umkleide, Duschen usw. vorgehalten werden müssen. Der umbaute Raum beläuft sich auf 19.242 cbm.
Die ursprünglich geplante Anzahl der Stellplätze von weit über 50 wurde zwischenzeitlich auf 48 reduziert um soviel vom alten Obstbaumbestand zu erhalten wie eben möglich. Zusammen mit den Außenanlagen beträgt die Kostenschätzung für die neue Halle rund 4 Mio. €. Bürgermeister Portmann hoffte, dass das Architekturbüro Knecht, das die neue Sporthalle ebenso wie die alte Heckengäusporthalle geplant hat, wie vor 25 Jahren für eine solide Einhaltung des Kostenrahmens steht. Natürlich muss bei den Gesamtkosten berücksichtigt werden, dass sich in 25 Jahren nicht nur der Baukostenindex dramatisch nach oben verändert hat, sondern dass eben auch die Halle die Nutzungsmöglichkeit im Vergleich mit der alten Halle verdoppelt oder gar verdreifacht hat.
Neben dieser großen Investition der Gemeinde in die Zukunft der Vereine und der Schule, also in unsere Jugend vor allem, hob Bürgermeister Portmann eine weitere Investition hervor, die in diesem Zusammenhang gleich mit verwirklicht wird, nämlich ein Holzhackschnitzelheizkraftwerk für das gesamte Schul- und Sportzentrum. Dies kostet die Gemeinde zwar auch eine Menge Geld, sorgt aber dafür, dass hier die endlichen Rohstoffressourcen geschont würden und auf regenerative Energie gesetzt werde, was auch dem Wohlergehen der nächsten Generationen diene. Dies seien weitere Bausteine zur Vervollständigung der Infrastruktur der Gemeinde Weissach.
Er dankte allen, die an der Planung beteiligt waren, vor allem seinen Mitarbeitern, dem Ortsbaumeister mit seiner Stellvertreterin, dem Architekten Kurt Knecht und seinen Fachplanern. Er gab der Hoffnung Ausdruck, nach Beendigung der Bauarbeiten auch die Baufirmen in das Lob mit einbeziehen zu können, wünschte den Bauarbeiten eine gute und zügige Durchführung, vor allem aber einen unfall- und verletzungsfreien Verlauf.
Danach sprach die Landtagsabgeordnete Heiderose Berroth ein kurzes Grußwort, in dem sie hervorhob, dass die Gemeinde Weissach in beispielhafter Weise die vorhandene Infrastruktur vervollständige und beglückwünschte die Gemeinde zu diesem neuen Bauwerk. Sie hob hervor, dass die Erhaltung der Gesundheit heutzutage einen immer größeren Stellenwert einnehme. Mit diesem Neubau beweise die Gemeinde, wie wichtig ihr die Gesundheit und die sportliche Ertüchtigung der Bevölkerung sei.
Anschließend ging der Architekt der Sporthalle, Herr Kurt Knecht noch kurz auf die technische Seite der Sporthalle ein und ergänzte die von Bürgermeister Portmann gemachten Angaben. Ihm war es dabei besonders wichtig, dass man durch die Gymnastikhalle, die als Novum an eine dreiteilige Sporthalle integriert worden sei auch dem immer größeren Bedürfnis der älteren Bevölkerung nach leichten sportlichen Bewegungen entgegenkommen würde. Somit biete diese Haulle auch für diesen Bevölkerungsteil einen gesundheitlich nicht zu unterschätzenden Aspekt.
Nunmehr folgten auf die Reden Taten und Bürgermeister Portmann holte sich zur Unterstützung für den 1. Spatenstich Ortsbaumeister Michael, Frau Helga Patzak-Menzel vom TSV Weissach, Herr Hengsteler von der Rohbaufirma Stephan aus Stuttgart sowie Architekt Kurt Knecht, der sich dabei noch von der Landtagsabgeordneten Heiderose Berroth helfen ließ.
Nachdem die ersten Löcher gegraben worden waren, konnten die Akteure beruhigt wieder den Profis in den Baggern das Feld überlassen, die sich bis dahin in Zürückhaltung üben mussten.