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Bericht aus der Leonberger Kreiszeitung am 27.07.2004
Sonnenenergie genutztWEISSACH - Die Gemeinde Weissach spielt in Sachen Solarenergie in der höchsten deutschen Liga. Beim bundesweiten Wettbewerb "Solarbundesliga'' erreichten Weissach und Flacht 13 Punkte und landeten auf Platz 167. Der Bundesdurchschnitt beträgt gerade einmal sieben Punkte.

"Wir haben noch reichlich Abstand bis zur Spitze'', meinte Helmut Engelhardt gestern im Weissacher Rathaus. Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund), Ortsgruppe Weissach und Flacht, überreichte am Montag Bürgermeister Roland Portmann stellvertretend für alle Bürger der Gemeinde die Urkunde der Solarbundesliga. Bei dieser Gelegenheit hob er vor allem die Nutzung der Sonnenenergie im Weissacher Neubaugebiet Rutesheimer Straße hervor: "Dort gibt es sehr viele Solaranlagen.'' "Ich bin froh, dass so viele Bürger die Sonnenenergie nutzen'', freute sich Roland Portmann. Er gehe davon aus, dass in Zukunft noch mehr Anlagen in Weissach und Flacht dazukämen.

Hinter der Solarbundesliga stecken der Infodienst für erneuerbare Energien "Solarthemen'' und die Deutsche Umwelthilfe e.V. Sie ermitteln die Daten über Thermien (Anlagen für warmes Wasser) und Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der beteiligten Kommunen im Bundesgebiet. Spitzenreiter ist die bayerische Gemeinde Rettenbach mit 743 Einwohnern und 219 Punkten. Die Stadt Renningen, die sich auch an der Solarbundesliga beteiligte, landete mit vier Punkten auf Rang 383.

Weissachs 13 Punkte setzen sich aus den Werten für die Solarthermien von 0,11 Quadratmeter pro Einwohner und der Fotovoltaik von sieben Watt Spitzenleistung (Wp) ebenfalls pro Einwohner zusammen. Für die Gemeinde wurde dann ein Vergleichswert von 56,311 Wp ermittelt: Mit umgerechnet 13 Punkten landeten die Weissacher auf Rang 167. Beteiligt hatten sich 630 Städte und Gemeinden.

Weissachs Bürgermeister Portmann kündigte an, es sei "vorgesehen'', auf das Dach der Sporthalle in Flacht eine Solaranlage zu bauen. Damit hatte Portmann auf die Forderung des Bund-Vorsitzenden Engelhardt nach der Initialzündung der Gemeindeverwaltung eine Antwort. Auf sein Ansinnen nach einem Umweltausschuss, der dem Weissacher Gemeinderat vorgeschaltet sein soll, kündigte Portmann an, "dass sich der Technische Ausschuss in Kürze verstärkt mit Umweltfragen beschäftigen wird''.

Bei den Großstädten ab 100 000 Einwohnern hat nach wie vor Freiburg im Breisgau (zehn Punkte) vor Ulm (neun) und Fürth (neun) die Spitzenstellung inne. Bei den Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern verteidigte Neckarsulm (37) seinen ersten Platz.

geschrieben von Christoph Achenbach, Leonberger Kreiszeitung am 27.07.2004 um 11:09 Uhr.