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Jugendreferat
Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?
Bericht vom Weissacher „Herbstcamp“

Feuerblitze über Weissach
Die Sommercamp Aktiengesellschaft setzte auch 2006 ihren Wachstumstrend der vergangenen Jahre fort. Heuer buchten 157 Kinder zwei Wochen Abenteuerurlaub in Weissach. Um dem erneuten Wachstum gerecht zu werden, waren einige Neurungen nötig. Das Camp zog in die Alte Festhalle in der Grabenstraße um. Dort war genug Platz, eine Großküche und eine richtige Bühne zum Feiern und Singen.
In der Camp-Küche gab es erstmals eine eigenständige Küchenleitung. Ulrike Awad und Carmen Möhrle, teilten sich die Leitung der Küche wochenweise. Unsere Camp-Kombüse war nun trotz Campchaos und der bewährten Unterstützung der Porschekantine in sicheren Händen.
Doch ein wahres Sommercamp braucht Natur! Deshalb wurde unsere Schaltzentrale durch ein anmutiges Außengelände ergänzt. Eingerahmt von Heckenriegeln thronten wir über Weissach auf einer weitläufigen Wiese mitten auf den Hohen Äckern. Dort gab war genug Platz zum Toben und Spielen, genug Platz für die Gruppenzelte und unsere Feuerstelle – genug Platz zum Sommercampen.


Für die vielen Spielgeräte gab es das „neue“ Weissacher Spielmobil „Feuerblitz“. Unter der Regie von Philipp Knoll renovierte ein 5-köpfiges Helferteam des Vereins zur Förderung der Jugendarbeit Weissach e.V. einen altersschwachen Bauwagen. Nach unzähligen Arbeitsstunden in der Julihitze war das azurblaue Spielmobil einsatzbereit. Zusätzlich hatte der VFJ, der Betreiberverein des Weissacher Jugendhauses, den Jugendtreff extra fürs Sommercamp geschlossen, um zusätzliche Rückzugsräume für Schlechtwetternotfälle zu bieten. Doch manchmal wird die Ausnahme zur Regel...


Anky, Bärbel und Carmen!
Die Welt hatte ihre Freunde verlassen und schwubdiewub kam ungewünschter Dauerbesuch von Anky, Bärbel und Carmen. Die drei garstigen Mädels waren übrigens nicht irgendwelche Camper, sondern ein ekelhaftes Trio aus drei Tiefdruckgebiete, das Deutschland in den ersten Augustwochen einen Kaltwaschgang bescherte. Wir starteten morgens bei zwölf Grad und Nieselregen. Ein warmer Pulli, lange Hosen und Regencape gehörten zur Camper-Standartausrüstung. Die Gruppenleiter mussten immer wieder ihr Programm auf Regen umstellen. Doch mit viel Mühe und Kreativität wurde das ungestüme Herbstwetter erfolgreich in die Knie gezwungen.


Weltmeisterrock und die Glocke
Zusätzlich heizten wir wieder auf der Bühne ein. Neben den alten Klassikern „Country Roads“, „Major Tom“ und „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer!“ gab es wieder neue Songs im Liederbuch. Der Sportfreunde Stiller Song „’54, ’74, ’90, 2010“ stürmte schnurstracks unsere Camphitparade. Bei der inoffiziellen deutschen Fußballhymne verwandelte sich die Festhalle in einen Fußballhexenkessel. Und selbst unsere französischen Betreuer sangen kräftig mit. Beim Singen wurde Dani glücklicherweise häufig von Jo & Richi vertreten. Die beiden Bühnenprofis sorgten für eine ausgelassene Stimmung in der Festhalle – immer in der Obhut des grauen Glockengroßmeisters Dani.




Manchmal läuft es anders
Am Ausflugstag peilten wir den Höhenpark als Ziel an. Mit drei Bussen und einer 200köpfigen Horde im Gepäck ging es geradewegs zum Killesberg. Doch als wir bei strömendem Regen kamen, mussten wir sofort für alle ein trockenes Plätzchen suchen. Der Ausflug war somit etwas mäßig. Zurückgekehrt in Weissach starteten wir nach dem Abendessen das Kinderkino. Die anschließende Übernachtung fand zum Ärger der Kids in der Festhalle statt. Einstellige Nachttemperaturen hatten eine Verlegung der Kinderübernachtung notwendig gemacht. Am nächsten Morgen ermöglichte es der aufgeweichte Rasenplatz nicht das traditionelle Fußballspiel „Leiter gegen Eltern“ auszutragen. Folglich gab es nur einen „Elterntag light“. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Kinder als Vorbilder
Sehr gefreut hat uns der eintägige Besuch von vier Kindern der Leonberger Lebenshilfe, die parallel zum Sommercamp eine Freizeit im Lohlenbachtal veranstalten. Im Sommercamp leben wir die Gemeinschaft mit starken, schwachen, großen, kleinen, alten und jungen Menschen – d.h. dass bei uns auch Kinder mit Handikaps willkommen sind. Es war ein deutliches Erlebnis - unsere Kids lebten einen offenen, unverkrampften und natürlichen Umgang mit unsern Gastkindern. Danke Kids – auch wir Großen können von Euch lernen.

Zeit zum Danke sagen
Das Sommercamp ist seit Beginn ein großes Gemeinschaftswerk, das nur durch eine breite Unterstützung und viele helfende Hände funktioniert. Danke an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer – mit euerem Einsatz und eurer Leidenschaft habt ihr unseren Campkids zwei unvergessliche Wochen Ferien beschert. Ein besonderer Dank gilt der Firma Porsche, die uns auch dieses Jahr – wie die vergangenen drei Jahre – das komplette Mittagessen spendiert hat. Und bei nasskaltem Wetter war ein gutes, deftiges Mittagessen besonders wichtig. Danke an die Familie Martin Kilpper, die uns das Außengelände kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Danke an den VFJ Weissach für das Spielmobil und den freien Jugendtreff. Danke an die Bauunternehmung Essig für die praktische Bauzaunspende. Danke an die „Backgemeinschaft Schuler“ für die 24 Schokoladenkuchen. Danke für die vielen Materialspenden für unseren Sommercampmaterialpool. Danke auch an alle Kids, die im Sommercamp gelebt haben - Ihr habt uns mit eurer Energie und eurer Lebensfreude beflügelt und uns neue Perspektiven geöffnet.

Wer hat an der Uhr gedreht?
Und mir bleibt nur noch eines zu sagen: Heute ist nicht alle Tage, wir seh’n uns wieder keine Frage - denn nach dem Sommercamp, ist vor dem Sommercamp!



Euer SCL
Dani Wittinger



geschrieben von Daniel Wittinger am 18.09.2006 um 05:11 Uhr.