
Nicht erst seit PISA und ähnlichen Studien ist es bekannt, dass für die optimale Förderung der Kinder eine gute Partnerschaft zwischen Familien und Kindergarten notwendig ist. Das PTZ Stuttgart (Pädagogisch-Theologisches Zentrum der ev. Landeskirche) bietet die Möglichkeit an, sich in einem Zeitraum von 2 Jahren mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Gefördert wird dies vom Landesverband ev. Eltern und Erzieher.
Wir – das Erzieherteam und die Familien der Villa Kunterbunt – stellen uns nun bis zum Sommer 2006 dieser Aufgabe. Begleitet werden wir dabei vom Projektleiter Hans Hilt vom PTZ.
Nach längeren Vorplanungen startet dieses Projekt mit dem neuen Kindergartenjahr im Rahmen eines offiziellen Startschusses am Montag, den 18.10.04 in der Villa Kunterbunt.
Bürgermeister, Gemeinde- und Ortschaftsräte, Vertreter der örtlichen Kirchen, Schulen und Kindergärten waren dazu eingeladen.
Hr. Portmann vertrat für die Trägerseite die positiven Auswirkungen einer Erziehungspartnerschaft auf die Einrichtung, Hr. Hilt führte den Inhalt des Projektes näher aus und Fr. Funke-Reichert, eine Mutter, stellte die am vergangenen Samstag in großer Runde erarbeiteten Ziele vor.
In einem ersten Schritt des Projektes analysierten wir gemeinsam die aktuelle Situation, indem wir alle Kontaktformen zwischen Familien und ErzieherInnen auswerteten. Dabei stellten alle fest, dass die Kommunikation grundsätzlich stimmt und es dennoch verschiedene Verbesserungsfelder gibt.
Im zweiten Schritt werden Ziele für die Projektzeit vereinbart und konkrete „Arbeiten“ geplant. Diese werden im Jahr 2005 erprobt, evtl. verändert oder weiterentwickelt.
Leitgedanken dabei sind u. a.:
- Wie gelingt Erziehungspartnerschaft zwischen Kindergarten und Elternhaus zum Wohle des Kindes?
- Wie kann die Erziehungs- und Bildungsarbeit im Kindergarten durch eine gelingende Erziehungspartnerschaft verbessert werden?
- Wie können dadurch andererseits die Erziehungskompetenzen von Eltern und Familien gestärkt werden?
- Wie können Partizipationsmöglichkeiten für Eltern gestaltet werden?
In unseren nun schon entwickelten Leitzielen haben wir uns darauf geeinigt, dass:
- wir mit Offenheit, Ehrlichkeit, Akzeptanz, Kompromissbereitschaft aber auch Humor aufeinander zugehen,
- die jeweiligen Arbeits- und Lebensumstände der beiden „Welten“ Familie und Kindergarten kennen lernen,
- uns offen über Erziehungsfragen und mit den jeweiligen Eltern über die Entwicklung jedes einzelnen Kindes austauschen,
- wir gemeinsam planen, vorbereiten, handeln und verantworten
- und alles zum Wohl der Kinder!
Für das Jahr 2006 steht dann als dritter und letzter Schritt die Auswertung und Dokumentation an.