Eröffnungsfeier und Filmpremiere
im Jugendtreff „Station“
Baustaub und der beißende Geruch von Lösungsmitteln war verflogen, als am Freitag, den 3. Dezember, die neuen Jugendräume in der alten Strickfabrik offiziell eröffnet wurden. Das Renovierungsteam feierte im feinen Zwirn gemeinsam mit Eltern, Bürgermeister und Gemeinderat in den neuen Räumen des Jugendtreffs „Station“.
In den letzten vier Wochen wurde in der Strickfabrik unermüdlich gearbeitet. Sechsunddreißig emsige Jugendliche hatten - wie fleißige Heinzelmännchen (bzw. Heinzelweibchen) - in Eigenleistung ihren Jugendtreff hergerichtet. Dank der vielen nützlichen Gebrauchtmöbelgeschenke von Bürgern und der Gemeindeverwaltung organisierte die Ehrenamtlichen auch den Großteil des Interieurs kostenfrei. Aus der Mischung von viel Fleiß, Kuchenspenden und Secondhand-Sofas ist so in Rekordzeit ein Jugendtreff zum Wohlfühlen entstanden.
Das Sahnehäubchen des Abends war die Filmpremiere des Dokumentarfilms „Fabrikarbeit“. Der Kurzfilm wurde während der Bauarbeiten von einigen Jugendlichen im mobilen Filmstudio der Videokünstlervereinigung „tools & frames“ gedreht, geschnitten und vertont. Bürgermeister Roland Portmann – der sich dem Filmteam übrigens auch als Interviewpartner zur Verfügung stellte - war von dem kreativen Doppelprojekt „Renovieren & Filmen“ und der offenen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und Kommunalverwaltung begeistert.
Die Grundlagen für die zügige Renovierung wurden bereits lange zuvor geschaffen. Bürgermeister und Gemeinderat hatten der kommunalen Jugendarbeit Ende 2002 das finanzielle und konzeptionelle Fundament gesichert und die katholische Kirche Weissach überlies dem Jugendreferat seit Anfang 2003 die kirchlichen Jugendräume für den Aufbau der Offenen Jugendarbeit. Auf dieser Basis entwickelte und organisierte sich ein zuverlässiges, ehrenamtliches Mitarbeiterteam des Jugendreferats.
Der Anfang wäre geschafft! Doch Offene Jugendarbeit ist noch immer in der Aufbauphase und deshalb auf das positive Engagement der Kommunalpolitik angewiesen. Bisher war die Offene Jugendarbeit stets durch Vertrauen, Verantwortung und Freiräumen zwischen jungen Menschen und Gemeindeverwaltung geprägt – diese Werte verdienen auch zukünftig Kontinuität.
Last but not least, ein großes und herzliches Dankeschön an alle Freunde und Förderer der Jugendarbeit, die durch ihren persönlichen Einsatz das Gesicht der Offenen Jugendarbeit mitgestaltet haben.