Bürgermeister Roland Portmann begrüßte alle Gäste, erläuterte, wie es zu diesem Projekt gekommen ist und dankte allen Mitwirkenden. Unsere Gemeinde ist nicht nur bei der Solarnutzung an erster Stelle im Landkreis, auch durch diese Bio-Heizung können wir pro Jahr ca. 500 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen, was ca. 100.000 Liter weniger Heizölverbrauch bedeutet. Neben diesem ökologisch relevanten Aspekt werden durch die günstigeren Holzpreise ca. 25.000 € pro Jahr Energiekosten eingespart, im Vergleich zu den (steigenden!) Ölpreisen. Somit amortisiert sich dieses Projekt in ca. zehn Jahren, was die Gesamtinvestition von 533.600 € inklusive der Kosten für das Hackschnitzelsilo, der Fernwärmeleitung und aller Nebenkosten. Der stv. Landrat und erste Landesbeamte des Landkreises Böblingen, Herr Wolf Eisenmann lobte dieses Bauprojekt und die gelungene Umsetzung und zog Vergleiche zu anderen Biomasse-Anlagen im Landkreis.
Die technischen Aspekte erläuterte u.a. Herr Schmidt von der Fa. Müller, dem Hersteller dieser holzgefeuerte Anlage. Der Holzkessel mit einer Leistung von 400 kW wird mit Holzhackschnitzel aus der Region über einen Kratzkettenförderer automatisch beschickt. Damit werden ca. 80% des gesamten Wärmebedarfs abgedeckt. Für die ganz kalten Wintertage und für die Übergangszeit können die bestehenden ölgefeuerten Brenner eingesetzt werden. Somit kann eine gleichmäßige Auslastung der Biomasseheizung gewährleistet werden. Neben der Verbesserung der Luftqualität durch die Verwertung von CO2-neutralem Holz sind auch die Unabhängigkeit von ausländischen Märkten, die geringeren Transportwege und die Schaffung von Ar-beitsplätzen, da das Holz aus der näheren Umgebung stammt, als interessante Aspekte erwähnenswert.
Im Anschluss an die Besichtigung der wärmenden Anlage konnten sich die Gäste im Foyer der Ferdinand-Porsche-Schule erfrischen und einen kleinen Imbiss genießen.15.05.2012 - Weissach aktuell im PDF Format lesen oder downloaden. [mehr]