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Einweihung der Strudelbachhalle am Freitag, den 10.06.2005Einweihung der Strudelbachhalle am Freitag, den 10.06.2005

Als neues Zentrum für Kultur und Feste präsentierte sich die Strudelbachhalle den Gästen bei der feierlichen Einweihung am Freitag, den 10. Juni. Bürgermeister Reinhard Riesch hatte dazu eingeladen und neben den geladenen Gästen waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Weissach gekommen. Durch das Programm der Festveranstaltung führte Hauptamtsleiter Wolfgang Sättele.
Musikalisch eröffnete das Streichertrio Piacere die Einweihungsfeierlichkeiten. Bürgermeister Reinhard Riesch hieß in seiner Ansprache die Ehrengäste herzlich willkommen und vermerkte mit einem Augenzwinkern, dass - wie auch bei anderen Einweihungen üblich - die Gäste das neue Gebäude im Foyer betreten hätten, während hinten noch die letzten Handwerker aus der Hintertür gehuscht seien. Er freute sich darüber, nun die fertiggestellte Strudelbachhalle präsentieren zu können: „Das Bauwerk ist eine moderne, gelungene Festhalle im Tal zwischen Weissach und Flacht. Durch ihre Lage ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen den beiden Ortsteilen. Hier können sich die Menschen aus der gesamten Gemeinde treffen, austauschen und begegnen.“ Die Halle bereichere die ohnehin besonders gute Infrastruktur in Weissach und Flacht, führte Riesch aus. Er schwenkte den Blick noch einmal auf den langen Weg, bis es zum Bau dieser neuen Festhalle gekommen ist. Bereits in den 80er Jahren sei klar geworden, dass die alte Festhalle in Weissach den Bedürfnissen der Gemeinde nicht mehr entsprach. Nach langer Disklussion habe der Gemeinderat schließlich die Entscheidung für diese neue Halle herbeigeführt, die nun bereits nach etwas mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit fertig gestellt worden sei. Der Architekt Peter W. Schmidt habe eine überzeugende Konzeption für den Bau geliefert: „Sein Entwurf bezieht auf sensible Art und Weise das landschaftliche Umfeld ein, das durch Streuobstwiesen gekennzeichnet ist.“ Bürgermeister Riesch wünschte sich, dass diese Festhalle allen Besuchern, Veranstaltern und Gastgebern eine Quelle der Inspiration sein werde.
Landrat Bernhard Maier lobte in seiner anschließenden Rede die Entscheidung der Gemeinde Weissach, eine solche Festhalle, die die Ortsteile verbindet, in der Architektur der heutigen Zeit zu verwirklichen. Zu seinen Glückwünschen überreichte er Bürgermeister Riesch als Geschenk ein Stilleben aus dem Bestand des Landratsamtes, das Gastlichkeit und Lebensfreunde symbolisieren solle.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger stellte in seiner Begrüßung einen Vergleich zwischen der politischen Situation in Berlin und den Geschehnissen in der Gemeinde Weissach an: Während man hier mit dem Gemischten Chor die „Dollarprinzessin“ auf die Bühne bringe, werde in Berlin derzeit ein Trauerspiel aufgeführt. Er beglückwünschte die Gemeinde zur Strudelbachhalle, da es in einem Deutschland, in dem es aufwärts gehen solle, auch Räume für Köpfe und Kultur geben müsse.
Beim virtuosen musikalischen Vortrag von Professor Martin Strohhäcker und seiner Frau Gudrun Strohhäcker auf dem halleneigenen Flügel und der Querflöte im Anschluss an die Reden wurde deutlich, dass der Festsaal über eine optimale Akustik verfügt.
Wolfgang Dürheimer, Vorstandsmitglied und Leiter des Entwicklungszentrums der Ferdinand Porsche AG und selbst Bürger der Gemeinde Weissach, begrüßte ebenfalls den Bau der Festhalle. Sie sei eine weitere große Verbesserung der Infrastruktur der Gemeinde für ihre Bürgerinnen und Bürger. Als Gruß der Firma Porsche überreichte er Herrn Bürgermeister Riesch die Collage einer Luftaufnahme des Porsche-Entwicklungszentrums.
Architekt Peter W. Schmidt aus Pforzheim nahm das Lob der Vorredner für seine Festhalle gerne entgegen. Er erläuterte den Zuhörern die Grundzüge der Hallenarchitektur. Schmidt nutzte die Gelegenheit allen zu danken, die an der Verwirklichung seiner Idee der ortsteilverbindenden Festhalle oft mit großem persönlichen Einsatz mitgewirkt haben.
Gesamtfeuerwehrkommandant Bernd Hörnlen sprach für die Vereine am Rednerpult der großen Bühne der Strudelbachhalle. Als „alteingeborener“ Weissacher wies er darauf hin, dass es nicht einfach sei, die alte Festhalle an der Grabenstraße hinter sich zu lassen. Er sei mit jener Halle aufgewachsen und habe dort viele Feiern, Feste und Jubiläen erlebt. Die neue Festhalle biete den Vereinen jedoch neue und hervorragende Nutzungsmöglichkeiten, auf die er sich heute schon freue.
Schließlich erteilte Pfarrer Matthias Gerlach den Ökumenischen Segen im Namen aller Kirchengemeinden. Gemeinsam beteten die Gäste das Vaterunser.
Mit einem weiteren Musikstück, vierhändig am Klavier gespielt, beendete das Ehepaar Strohhäcker den offiziellen Teil der Einweihungsfeier. Turnvorführungen des TSV Weissach und TSV Flacht schlossen sich an, wo zum einen die jungen Turnerinnen der Weissacher Turnabteilung unter Leitung von Carmen Langjahr und zum anderen die Flachter Hipp-Hopp-Formation unter Leitung von Susi Pochert mit anspruchsvollen, modernen und kreativen Beiträgen die Gäste begeisterten.
Den restlichen Abend sorgte das Traditional Jazz Quartett unter der Leitung von Thomas Kible für lockere musikalische Unterhaltung, während das DRK den Ausschank übernahm und die Porsche Gastronomie mit einem Buffet die Bewirtung der Gäste übernahm.

Eine Bilderauswahl der Einweihungsfeierlichkeiten finden Sie hier.
geschrieben von Kerstin Lehner am 17.06.2005 um 09:57 Uhr.