
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wie die Vorjahre ist auch 2004 mit rasender Geschwindigkeit vorübergegangen. Ein Jahr, das für unsere Gemeinde Weissach , entgegen der allgemeinen Entwicklungen in den meisten anderen Kommunen, wiederum ein sehr gutes Jahr war. Es hat sich wieder sehr viel ereignet, wobei ich hier nur kurz die Höhepunkte noch einmal in Erinnerung rufen möchte. Das gesamte Geschehen in der Gemeinde wird – wie im letzten Jahr - in einem gesonderten Jahresrückblick detailliert dargestellt werden.
Wir konnten wieder viele wichtige Projekte anschieben und bei einigen auch schon den krönenden Abschluss feiern. Da möchte ich zuerst die größte und wichtigste Infrastrukturmaßnahme, die wir im Jahre 2004 einweihen und eröffnen konnten, nennen. Das Rosa-Körner-Stift, unser erste Pflegeheim. Dies haben wir am 16. Juli mit vielen Ehrengästen, unter anderem dem Vorstandsvorsitzenden der Samariterstiftung, dem früheren Leonberger Dekan, Dr. Hartmut Fritz, feierlich eingeweiht. Viele Festredner unterstrichen, dass dies ein denkwürdiger Tag für den Ort sei und die Gemeinde Weissach gewaltige Anstrengungen unternehmen würde, um alle Bevölkerungsschichten, von Kindern über Jugendliche, die Erwachsenen bis zu den pflegebedürftigen Senioren mit entsprechenden Einrichtungen zu versorgen. Bald werde es den Bürgerinnen und Bürgern beider Teilorte möglich sein, auch in der gewohnten Umgebung gepflegt werden zu können. Es gab nachmittags ein buntes Einweihungsprogramm und einen Tag der offenen Tür. Die Möglichkeit, sich das Rosa-Körner-Stift anzusehen, bevor der ersten Bewohner eingezogen waren, wurde von vielen begeistert genutzt. Auch am Wochenende nahmen noch viele Besucher diese Möglichkeit wahr.
Bereits am 9. Juni konnte in Flacht mit der Bevölkerung Richtfest für das Otto-Mörike-Stift gefeiert werden. Und kurz danach noch ein „Baustellenfrühschoppen“, für diejenigen, die am Richtfest den Rohbau nicht besichtigen konnten.
Am gleichen Tag fand im Neuenbühl der feierliche erste Spatenstich für den lange ersehnten Ausbau der K 1013 statt. Der Gemeinderat hatte im März der Vereinbarung mit der Gemeinde Rutesheim über den Schmutzwassersammler zugestimmt. Das war eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Realisierung der notwendigen Straßenbau-Maßnahme. Die einen noch dringenderen Bestandteil hatte, einen Kreisel an der Einmündung der K 1013 in die K 1017. Dieser Unfallschwerpunkt sollte schon seit Jahren beseitigt werden.
Am 14. Dezember war es dann soweit. Die Ausbaustrecke wurde im Beisein hochrangiger Vertreter der Straßenbauverwaltung von Landrat Maier wieder für den Verkehr freigegeben.
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war sicherlich das Richtfest der neuen Festhalle, der Strudelbach-Halle. Hochrangige Ehrengäste waren gekommen, um diesen für die Gemeinde wichtigen Anlass gebührend zu feiern. Vom Landratsamt Böblingen war Landrat Bernhard Maier sogar mit seinem Stellvertreter, dem ersten Landesbeamten Wolf Eisenmann gekommen, aus dem Landtag die Abgeordnete Heiderose Berroth und von der Porsche AG, der Vorstand für Entwicklung und Forschung, Wolfgang Dürheimer. Landrat Bernhard Maier und auch Porsche Vorstand Wolfgang Dürheimer betonten in Ihren Ansprachen, dass Weissach diese neue Halle mehr als verdient habe und die Bevölkerung stolz auf dieses Bauwerk sein dürfe und solle. Jede Zeit habe Ihren Baustil und drücke diesen für die Nachwelt aus. Dieser Neubau, der nicht nur die Veranstaltungshalle selber enthält, sondern noch eine 4-bahnige Sportkegelanlage, eine öffentliche Gaststätte und auch noch kleinere Nebenräume, soll primär sicherlich die nicht mehr zeitgemäße Festhalle für den Ortsteil Weissach ersetzen, aber mittelfristig schon für die Gesamtgemeinde ein Ort der Begegnung und des Feierns werden. Dies unterstrich auch noch einmal Landrat Bernhard Maier, als er den Mut und die Entschlossenheit von Bürgermeister und Gemeinderat lobte, vorhandene Bedenken auszuräumen und zu überwinden und die Halle an dieses, zum Ortsteil Flacht hin ausgerichtete, Ende des Ortsteils Weissach zu positionieren.
Am 24. April überreichte Bürgermeister Roland Portmann dem langjährigen Gemeinderat und ehemaligen Orts-Vorsteher von Flacht, Franz Lampeitl, die Bürgermedaille für seine Verdienste um die Gemeinde.
Am 18. Juni war es dann Herbert Linge, dem von Bürgermeister Roland Portmann die Bürgermedaille verliehen wurde. Herbert Linge, ein Weissacher „Urgestein“ war maßgeblich daran beteiligt, dass das Entwicklungszentrum der Porsche AG in Weissach angesiedelt wurde. Er brachte den zuständigen Vorstand nach Weissach und zeigte ihm das Gelände, wo das EZW dann auch tatsächlich gebaut wurde.
Zwei andere Projekte, die vornehmlich der Umwelt dienen, wurden auch in diesem Jahr eingeweiht. Die Holzhack-schnitzel-Heizanlagen in Weissach für das Schul- und Sportzentrum und in Flacht für das Otto-Mörike-Stift sowie Bauhof und Feuerwehr-Magazin. Beide Anlagen sind für die Umwelt und die Rohstoff-Ressourcen sehr wertvoll. Die im Schul- und Sportzentrum gebaute Holzhackschnitzel-Heizanlage, kann mit einer Kesselleistung von 400 KW theoretisch jedes Jahr 100.000 l Heizöl einsparen und mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz ersetzen. Dieses erspart unserer Umwelt rund 500 t des Treibhausgases CO 2. Das in Flacht erstellte Blockheizkraftwerk erzeugt nicht nur Wärme, sondern speist auch Strom ins Netz ein. Es erspart darüber hinaus rd. 80.000 l Heizöl jährlich. Somit kann sich auch die Umwelt über Weissach freuen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, dies kann nur ein Auszug aus den vielen Aktivitäten sein, die in unserer Gemeinde im abgelaufenen Jahr stattgefunden haben. Alles weiter Wichtige können Sie unserem Jahresrückblick entnehmen, der zu Beginn des nächsten Jahres im Mitteilungsblatt abgedruckt ist.
Zum Schluss kann ich wiederum nur diejenigen um Verständnis bitten, die im vergangenen Jahr von manchen Entscheidungen vielleicht negativ betroffen waren, obwohl wir uns alle bemühen, soviel wie möglich positiv für SIE, für die Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden. Aber es mag im einen oder anderen Fall durchaus auch einmal nachteilig Betroffene geben. Diese sollten aber immer bedenken, dass sie bei der nächsten Entscheidung wohl auch wieder auf der Seite der Begünstigten stehen können. Auch demokratische Entscheidungen können nicht immer für alle im gleichen Umfange gerecht sein.
In diesem Sinne wünsche ich ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie in den vergangenen Jahren, dass Sie den Frieden des Weihnachtsfestes erleben und genießen können. Ich wünsche Ihnen alle frohe und besinnliche Festtage, einen guten Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches, glückliches und gesundes und friedliches Jahr 2005. Und wiederum sollten Sie über aller Feierfreude bedenken, dass es viele Menschen gibt, die für das Wohl anderer an den Feiertagen arbeiten müssen oder in Bereitschaft stehen, zu helfen und zu retten. Ich verbinde diese Bitte, wie jedes Jahr, nicht nur mit einem Dank an diese Helferinnen und Helfer, sondern auch an alle anderen ehrenamtlich Tätigen, gleich an welcher Stelle und in welchem Verein. Ohne sie wäre ein gemeindliches Leben nicht möglich, daher brauchen wir SIE auch weiterhin.
Alles Gute im nächsten Jahr
Ihr
Roland Portmann