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Das Richtfest der Strudelbachhalle WeissachFast zu einem großen Volksfest geriet das Richtfest für die neue Festhalle, die Strudelbachhalle, am 29. Oktober 2004.

Unzählige Gäste waren gekommen, um sich dieses Fest nicht entgehen zu lassen. Und sie hatten recht gehabt. Denn wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Doch sie erhalten eine zweite Chance. Am Samstag 20.11.2004 findet ein Baustellen-frühschoppen statt, der ähnlich wie beim Rosa-Körner-Stift, allen Interessierten die Möglichkeit gibt, den Rohbau noch einmal genau in Augenschein zu nehmen und kennen zu lernen.

Anders als beim Richtfest haben dann auch Architekt, Projektsteuerung und natürlich die Verwaltung - einschließlich BM Portmann - Zeit, zu Auskünften und Führungen zur Verfügung zu stehen. Natürlich ist auch wieder für Speis und Trank gesorgt. Halt genauso wie beim Baustellenfrühschoppen des Pflegeheims im Sommer.

Die vier Festredner des Richtfestes, BM Roland Portmann, LR Bernhard Maier, Architekt P.W. Schmidt und der Vorstand für Entwicklung und Forschung der Porsche AG, Wolfgang Dürheimer, lobten Standort und Architektur der neuen Halle, sowie die großen und wichtigen Investitionen, die zuallererst der heimischen Wirtschaft zu Gute gekommen sind.

Danach richtete die Sprecherin der örtlichen Vereine, Frau Ingeborg Krause-Müller ihre Grußworte an die Festgäste, in denen sie die Vorfreude der Vereine auf die neue Halle bekräftigte. Auch sie brachte zum Ausdruck, dass die neue Strudelbach-Halle auf Dauer die beiden Ortsteile einander näher bringe möge.

Anschließend folgte der ökumenische Segen für das Gebäude. In Anwesenheit der Pfarrer Matthias Gerlach und Jörg Hammer wurde dieser vollzogen von Pfarrer Edgar Kollmar und Barbara Bartholomäi, die Pater Wehrle vertrat.

Zum Abschluss sprach Zimmermann Mautner von der Zimmerei Link den Richtspruch. Somit war das eigentliche Richtfest erfolgreich abgeschlossen und es konnte zur gemütlichen Feier übergegangen werden.

Ochs vom Spieß, wie bei der Einweihung des Marcy-l’Ètoile-Platzes und verschiedene leckere Getränke sorgten dafür, dass die fröhliche Feier noch lange weiterging und allen in bester Erinnerung verbleibt.

Im folgenden sind die Ansprachen der Festredner zum Teil im Wortlaut wiedergegeben. Eine Foto-Nachlese finden Sie hier in unserer Bilder-Galerie.


BM Roland Portmann machte den Anfang. Seine Rede ist hier im vollen Wortlaut hinterlegt.

Danach ging der Architekt der Halle, Peter W. Schmidt zum Rednerpult. Er erläuterte den Gästen seine Gedanken und Vorstellungen, die ihn zu diesem Entwurf inspiriert hatten.

Anschließend fand unser Landrat Bernhard Maier lobende Worte für die neue Festhalle. Er fand es völlig unnötig, dass man sich in Weissach für diesen Neubau entschuldigen müsse, wie es sich bei der Rede von BM angehört habe. Dieser Neubau sei absolut zeitgemäß, im Entwurf, in der Ausführung, in den Dimensionen. Und auch im Hinblick auf den Standort, der sicherlich nicht so einfach zu finden gewesen war. Aber letztendlich haben sich dann alle beteiligten Behörden, auch der Naturschutz mit diesem von der Gemeinde vorgeschlagenen Standort angefreundet. Und heute zeige es sich, die Entscheidung war richtig. Vielleicht sei der vorsichtige Beginn einer Verzahnung zwischen Weissach und Flacht hiermit begonnen.

Auch die Notwendigkeit eines Neubaus sei für ihn unbestritten. Er sei vor dreißig Jahren schon zum Tanzen in der alten Festhalle gewesen. Und diese sei damals schon alt gewesen. Heutzutage absolut unzeitgemäß. Und wenn eine Gemeinde in diesen Zeiten noch investieren könne, sei es Weissach. Und dann solle dies auch geschehen. Und nicht nur für die nächsten 10 Jahre planen, sondern für einen weitaus längeren Zeittraum. Und so sei auch die Größe der Halle nicht überzogen. Seiner Ansicht nach würden könne diese Festhalle viele fröhliche Feste und sonstige Veranstaltungen erleben. Ein alter Spruch lauten, man müsse Heu machen, solange die Sonne scheint. Und über Weissach scheine derzeit die Sonne, folglich sei es richtig, jetzt Heu zu machen. Erkönne allen Verantwortlichen in Weissach, die den Bau der neuen Halle vorangetrieben haben, nur gratulieren. Es sei die richtige Vorgehensweise gewesen.

Als nächster Festredner trat der Vorstand für Entwicklung und Forschung der Porsche AG, Wolfgang Dürheimer ans Mikrofon. Auch seine Rede liegt hier im vollen Wortlaut vor.

Nun folgte ein musikalisches Intermezzo durch die Strudelbachmusikanten der HGW, bevor Frau Heiderose Berroth, MdL ihr Grußwort hielt. Sie betonte auch die Wichtigkeit dieses Neubaus. Sie kenne die alte halle seit fast vierzig Jahren, da sie früher als Jugendliche dort mit dem Renningern Handharmonika-Verein musiziert habe. Die alte Halle sei in der Tat mehr als alt. Und zwar nicht erst seit heute. Sie freute sich fürs Land Baden-Württemberg über die Steuerkraft der Gemeinde Weissach, die allen zugute käme.
Auch die Sprecherin der heimischen Vereine, Frau Ingeborg Krause-Müller freute sich über den Neubau, der schon jetzt als sehr gelungen bezeichnet werden könne. Sie bedankte sich im Namen aller Vereine bei BM Roland Portmann und dem Gemeinderat für die erweiterten Möglichkeiten für die örtlichen Vereine.

Es folgte ein weiteres Musikstück der Strudelbachmusikanten, bevor die ökumenische Segnung der Strudelbach-Halle durch Pfarrer Edgar Kollmar für die evangelischen Kirchengemeinden und Barbara Bartholomäi für die katholische Kirchengemeinde vollzogen wurde. Im Segen kam der Wunsch und die Hoffnung auf, der Baufortschritt möge weiterhin unfallfrei verlaufen, wie auch der spätere Betrieb.

Der Richtspruch des Zimmermanns Mautner vom Zimmereifachbetrieb Link setzte den letzten, aber für ein Richtfest eigentlich wichtigsten Punkt: den Richtspruch. Gekonnt zitierte er sein eigens für diesen Zweck verfasstes Gedicht, womit er dem Bau, dem Bauherrn sowie allen Handwerkern und späteren Nutzern viel Glück und alles gute wünschte. Danach ließ er mit geübtem Schwung sein Weinglas zerschellen, damit das herbeigewünschte Glück auch tatsächlich eintrete.

Während die Strudelbachspatzen mit ihrem zweiten umjubelten Auftritt den Schlusspunkt setzten, strömten die über 350 Besucher schon in den Innenraum der neuen Halle. Dort erlebte die Strudelbachhalle dann ihre erste Bewährungsprobe, die mit Bravour bestanden wurde. Der Bauhof hatte – er hat ja mittlerweile Übung und Erfahrung in Vorbereitung und Durchführung verschiedener Festle – für alle Gäste Biertischgarnituren aufgebaut. Daran konnten sich die Gästeschar gemütlich niederlassen und an den leiblichen Genüssen stärken. Erst nach 20 Uhr war das Fest auch für die geübten „Hocker“ zu Ende. Nach einhelliger Meinung ein gelungenes Richtfest, was auf viele weitere gelungene Feste in der fertigen Halle hoffen lässt.
geschrieben am 10.11.2004 um 00:00 Uhr.