Wahlen
Mit dem Ergebnis der Wahl von rund 241.145 Wahlberechtigten im Kreis Böblingen wird gegen 21.00 Uhr gerechnet
Am Sonntag, den 18. September 2005, wird der Deutsche Bundestag zum 16. Mal neu gewählt - wenn alle Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Böblingen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen würden, kämen ungefähr 241.145 Stimmzettel in den Wahlurnen an. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet, anschließend beginnt das konzentrierte und zügige Auszählen in den insgesamt 249 Wahlbezirken und 44 Briefwahlbezirken. „Wir rechnen mit dem vorläufigen Endergebnis unseres Wahlkreises gegen 21.00 Uhr“, so Landrat Bernhard Maier in seiner Funktion als Kreiswahlleiter.
Dank des schnellen Auszählens in den Städten und Gemeinden im Kreis und des verstärkten EDV-Einsatzes rechnen die Organisatoren im Landratsamt mit den ersten Ergebnissen schon ab 19.00 Uhr. Insgesamt wird die Wahlnacht erfahrungsgemäß eher kurz sein - vorausgesetzt, es passieren keine Pannen, denn, so Maier: „Im Zweifel gilt natürlich: Lieber genau als schnell“.
Per Fax oder Telefon gehen die Schnellmeldungen der Städte und Gemeinden im Landratsamt ein. Dort werden die Daten per Computer erfasst, verarbeitet und ausgedruckt. Als Service für die Bürgerinnen und Bürger wird die Möglichkeit geboten, am Wahlabend ab 19.00 Uhr und bis 22.00 Uhr unter der Telefonnummer 07031 / 663-1231 Ergebnisse aus dem Wahlkreis 261 Böblingen abzurufen. Nach der Wahlkreisneueinteilung gehören Waldenbuch und Steinenbronn nicht mehr zu diesem Wahlkreis, sondern zum Wahlkreis 263 Nürtingen.
Für die diesjährige Bundestagswahl bewerben sich insgesamt 8 Parteibewerberinnen und -bewerber um ein Direktmandat, d.h. um die Erststimmen. Mit diesen entscheiden die Wählerinnen und Wähler, wer als direkt gewählte Abgeordnete bzw. als direkt gewählter Abgeordneter in den Bundestag einziehen kann. Bei der Wahl 2002 gab es sieben Kreiswahlvorschläge. Mit der Zweitstimme wird die Sitzverteilung im Bundestag und damit die Regierungs- und Oppositionsrolle entschieden. Auf der Landesliste haben die Bürgerinnen und Bürger diesmal die Wahl unter insgesamt zwölf Parteien; 2002 waren es noch 16.
Die Wahl selber ist einfach - wer ein eindeutiges Kreuz sowohl bei der Erst- als auch bei der Zweitstimme macht und auf Zusätze und Bemerkungen verzichtet, kann sicher sein, dass seine Stimme tatsächlich bei der bevorzugten Kandidatin bzw. dem bevorzugten Kandidaten bzw. mit der Zweitstimme bei der ausgewählten Partei landet. Wer Briefwahl machen möchte, sollte seinen Stimmzettel frühzeitig abschicken.
Die Briefwahl verursacht übrigens weit mehr Kosten als die normale Stimmabgabe. Es sollten deshalb wirklich Gründe wie Urlaub, berufliche Verhinderung, Krankheit oder hohes Alter, o.ä. vorliegen, wenn sich jemand für diese Form der Wahl entscheidet.
Der Wahlschein, der auf Antrag vom Bürgermeisteramt der jeweiligen Heimatgemeinde ausgestellt wird, berechtigt im übrigen auch zur Wahl in einem anderen Wahllokal des Wahlkreises. In einem fremden Wahlkreis allerdings gilt er nicht.
geschrieben von der Pressestelle des Landratsamtes Böblingen am 07.09.2005 um 08:28 Uhr.