90 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren spielten um den Fair Play Cup des TSV Weissach und des Jugendreferats

Ein Schaltjahr ist eine richtig fesche Sache, vor allem wenn man an diesem Tag die Möglichkeit hat, etwas Tolles zu erleben. Das dachten sich auch die Organisatoren des
Zweiten Weissacher Fair Play Fußballcups, als sie merkten, dass ihre Veranstaltung ausgerechnet auf den
29. Februar fiel.
Ungefähr
90 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren spielten in drei Gruppen gegeneinander. Zwar war die Teilnehmerzahl im Alterssegment der Jahrgänge 95 bis 93 etwas schwächer als erwartet, dafür brachten die jungen Mannschaften richtig viel Zuschauer mit, die für eine gute Stimmung auf der Zuschauertribüne und einer Hochkonjunktur beim Essenverkauf sorgten.
Die beiden
Veranstalter, der
TSV Weissach und das Jugendreferat Weissach, „verordneten“ dieses Jahr bewusst dem Fair Play Cup eine Verjüngungskur, d.h. es waren ausschließlich Mannschaften aus den Jahrgängen 95 bis 90 zum Turnier zugelassen. Grund hierfür war eigentlich recht einfach - die beiden Veranstalter hatten bereits drei Wochen zuvor den Nacht-Sport für das ältere Klientel angeboten.
Am beliebtesten war der Fair Play Cup bei den Jahrgängen 92 bis 90 – fast dreiviertel aller Teilnehmer waren aus diesem Altersbereich.
Gegenüber dem letzten Jahr hat sich die Teilnehmerzahl in diesem Altersbereich sogar verdoppelt! Hier sei auch erwähnt, dass auch dieses Jahr wieder
eine Mädchenmannschaft den Mut aufgebracht hatte gegen die Jungs im Fußball anzutreten.
Bei den Teamnamen zeigten die Mannschaften durchaus Kreativität. In der jüngsten Gruppe spielten die
TSV Boys, die
Wilden Fußballkerle und
Tiger X gegeneinander. Bei den Jahrgängen 91 bis 92 trafen die
No Luders, die
FC Kickers, die
jungen Wilden,
The Reds und
The Players aufeinander. Und im Block der Ältesten spielten die
6 Killer, die
Frauenversteher (?!), die
Allstars, die
Green Boys und die
Bad Boys gegeneinander. Den jeweiligen Gruppensieg konnten Tiger X, die Players und die 6 Killer (Die eigentlich nur Fünfe waren!) einfahren.
Das Fair Play war nicht nur Motto der Veranstaltung, sondern auch Programm. So wurde das gesamte Turnier ohne Schiedsrichter gespielt und dennoch kam es zu keinen groben Fouls. Die Teilnehmer haben sich komplett selbstorganisiert. Das ging von der Anmeldung der Mannschaft und der Namensgebung bis hin zur Einwechslung auf dem Spielfeld.
Fair Play kann man nicht erzwingen, sondern nur durch Spaß am Sport vermitteln, meinte Jürgen Dijkstra, der Gesamtjugendleiter des TSV Weissach zur Idee des Fair Play Cups.
Dank
großzügiger Geld- und Sachspenden von vielen ortsansässigen Firmen konnten die Veranstalter allen Teilnehmern Preise verleihen. Zusätzlich wurde ganz im Sinne des Veranstaltungstitels auch jeweils die fairste Mannschaft geehrt. Der TSV Weissach und das Jugendreferat sagen hier ein ganz herzliches Dankeschön an die Metzgerei Blum, die Karl Essig GmbH, die KMC Management Consulting GmbH, Rainer Kochendörfer PBB, die Kreissparkasse Böblingen, den Frisörsalon Jutta Müller und die Firma Elektrische Anlagen Sander für die Unterstützung.
Eine ganz besonderen Dank von der Turnierleitung Jürgen Dijkstra und Daniel Wittinger geht auch an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Regina Dijkstra, Annette und Heinz Röckle, Andreas Vasellai und Kim Wendel, die den ganzen Sonntag in der Halle ihren Mann bzw. Frau standen, und das Turnier ermöglicht haben.
Leider hatte der Fair Play Cup auch einen bitteren Nachgeschmack, da die Umkleidekabinen nach Veranstaltungsende von Unbekannten extrem verunstaltet wurden. Die Veranstalter waren sich einig, dass man sich den Erfolg der Veranstaltungen nicht durch einzelne Chaoten zerstören lassen sollte und hoffen auf eine Aufklärung des Vorfalls.