Jugendreferat
Wieder ein großes Klassenzimmer im Grünen!
Am 28. Juli fand auf der Friedenshöhe zum zweiten Mal der Natur- und Umwelttag statt. Ungefähr 350 Schüler der Grundschulen Flacht und Weissach erlebten den sogenannten NUT. Der Projekttag war als Stationslauf angelegt, wobei die einzelnen Stationen von Vereinen, Institutionen und Privatpersonen in eigener Regie gestaltet und ehrenamtlich betreut wurden. „Wir wollten an den Erfolg von 2003 mit unserer Veranstaltung anschließen und ein großes Klassenzimmer im Grünen aufbauen. Wir machen den Natur- und Umweltschutzgedanken erfühlbar und erlebbar – und das geht am besten in der Natur selbst.“ erklärte die Ideengeberin und Organisatorin des NUT Renate Graner. Die Weissacherin organisierte bereits 2003 den ersten NUT, so wie auch den ins Wasser gefallene NUT 2005. Doch was geschah nun eigentlich genau auf der Friedenshöhe?
Um kurz vor neun Uhr als die ersten Schülerscharen mit ihren Lehrern auf der Friedenshöhe eintrafen, war die Luft noch angenehm kühl. Doch schon lange zuvor wurde bei den Stationen aufgebaut und vorbereitet, denn ein gutes Programm bedarf auch einer soliden Vorbereitung. Zuerst gab es eine kurze musikalische Begrüßung; danach startete für einen friedlichen Umgang mit der Natur eine Schwarm Brieftauben. Anschließend konnte das Programm an den Stationen endlich beginnen.
Beim CVJM Flacht erlebten die Schüler spielerisch die biblische Schöpfungsgeschichte. Über die Bedeutung der Streuobstwiesen für die heimische Natur konnte man sich beim Apfelsaftprojekt des Landkreises Böblingen informieren. Zusätzlich gab es dort frischgepressten, leckeren Apfelsaft.
Natürlich durfte auch der BUND bei einem Natur- und Umwelttag nicht fehlen. Das emsige Volk der Ameisen wurde aus der ökologischen Perspektive betrachtet und der Blick für die eigene, lokale Umwelt geschärft – den am Ende fängt Umweltschutz immer vor der eigenen Haustür an.
Bei der mobilen Umwelt-Bibliothek war Raum und Zeit zum Schmökern und nebenan konnte man im Streichelzoo Jungziegen und Böcke erleben.
In den großen Kräuterkosmos - von der Zitronenmelisse bis zum Colakraut - wurden die Kinder durch Herrn Huber eingeführt. Ein Erlebnis für Nase und Gaumen.
Die Hunderettungsstaffel aus Pforzheim war wieder eine der beliebtesten Stationen. Dort gab es Einblicke in die Ausbildung von Rettungshunden. Und die Rettungshunde stellten zur Begeisterung der Kinder ihr Können in einem Hindernisparcours unter Beweis.
Die verwöhnten Turnschuhfüße wurden auf dem Barfuss-Parcours des CVJM Weissach gefordert - ein fühlbares Erlebnis für die Füße! Und mit verbundenen Augen wurde der Tastsinn geschärft und „blindes“ Vertrauen gefördert.
Zwei junge Umweltmentoren aus Heilbronn sensibilisierten die Kinder spielerisch für den Umweltschutzgedanken. Das Peer-Education-Projekt des Landes Baden-Württemberg fördert die Umwelterziehung von Kindern durch Jugendliche und junge Erwachsene.
Im Wasserspeicher wurde der „Durst“ unserer Gemeinde an einem heißen Sommertag sichtbar. Es war eine lehrreiche Erfahrung, die versteckte Lebensquelle von Weissach kennenzulernen. Beim Schafstand wurde Wolle gefilzt werden. Und was sonst im Verborgenen abläuft und irgendwann als Pantoffel endet, konnten hier live erlebt werden.
„Lebenswichtige“ Infos gab es bei der Gift- und Heilpflanzen-Station. Der Grundsatz „Die Dosis macht’s!“ gilt natürlich auch bei Pflanzen – und dabei ist es immer gut zu wissen, was genau an einer Pflanze giftig ist. Dabei wurde einige Ammenmärchen über sogenannte Giftpflanzen aus dem Weg geräumt.
Der NUT war ein voller Erfolg und Dank der Zusammenarbeit von vielen engagierten Helferinnen und Helfern. Es gab dadurch für die Kinder ein breites und abwechslungsreiches Programm rund um den Umwelt- und Naturschutz. Deshalb nochmals ein dickes Dankeschön an die vielen engagierten ehrenamtlichen Helfer, die sich an den Stationen engagiert haben – Ihr habt die Kinder wirklich begeistert. Die vielen strahlenden Kinder, spornen uns jetzt für eine NUT-Neuauflage an.
Dank auch an alle Unterstützer und Sponsoren des NUT. Last but not least ein ganzgroßes Dankeschön an Renate Graner mit Familie und Freunden, die den NUT ins Leben gerufen hat und den Löwenanteil an der Organisation getragen hat.
Euer Juref Dani Wittinger