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Agendagruppe Landschaft*
Mitte April ist unsere Amphibienschutzaktion in der Grabenstraße Weissach beendet
worden. Sie begann erst am 23. März, bedingt durch die lange Frostperiode und war sehr
intensiv. Wir haben in diesem Zeitraum ca. 800 Tiere am Krötenzaun eingesammelt und
über die Straße getragen, wobei wir an manchen Abenden über 80 Kröten
zählten.
Im Gegensatz zum letzten Jahr beobachteten wir heuer viele weibliche Tiere, viele Paare. Durch den Kälteeinbruch Anfang April ging die Laichwanderung etwas zurück, dauerte aber doch noch bis Ende April an.
Vielleicht hat sich mancher Autofahrer und Anwohner der Grabenstraße gefragt, warum die Amphibienschutzschilder bis Mai stehen blieben. Dazu ist zu sagen, dass die Rückwanderung der Tiere sehr langsam erfolgt und einzelne Tiere noch bis Anfang Mai die Laichgewässer verlassen, um in ihren Lebensraum zurückzukehren. Außerdem wandern in dieser Zeit auch noch verschiedene Molcharten in die Teiche zurück.
Die Amphibienschutzaktion ist nun für dieses Jahr abgeschlossen. Im nächsten Jahr müssen wir für diese Tiere, die, ihrem Instinkt folgend, zu den Laichgewässern streben, wieder Schutz-maßnamen ergreifen. Dafür sollten wir vermehrt Verständnis und Respekt aufbringen. Die Tiere müssen die Straße überqueren und sind dadurch dem Autoverkehr ausgeliefert. Nicht alle Auto-fahrer bringen genügend Verständnis für einen kleinen Beitrag zum Naturschutz auf.
Manche sehen nicht ein, weshalb sie wegen der Kröten ihr Fahrtempo drosseln sollten, Dank aber allen, die den gefährdeten Tieren ausweichen oder gar anhalten und ihnen über die Straße helfen.
Dank auch den Gartenteichbesitzern, die ihre Teiche für zwei bis drei Monate diesen Gästen überlassen. Jeder Gartenteich ist für die Erdkröten eine Einladung, dort abzulaichen, denn sie folgen nur ihrem Instinkt.
Nachdem die Erdkröten abgelaicht haben, verlassen sie das Wasser sehr bald wieder, und die darin heranwachsenden Kaulquappen suchen sich nach kurzer Zeit ( Ende Juni Anfang Juli)
einen Lebensraum, der sich unter Umständen weit weg vom Teich befindet.
Wer einen neuen Teich unter Naturschutzgesichtspunkten anlegen möchte oder künftig bei den Schutzaktionen mithelfen will, kann sich gerne an Frau Micol, Tel. 07044/9363-410 wenden. Sie wird dann die nötigen Kontakte herstellen.
Unser herzlichster Dank gilt allen, die bei der Aktion tatkräftig und selbstlos mit geholfen haben.
Doris Schmidt-Welker


geschrieben von Carola Micol am 24.05.2006 um 07:13 Uhr.