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Abschied vom IGB-Workcamp - Trockenmauer bald wertvoller Lebensraum
Insgesamt 20 Meter Länge misst die neue Trockenmauer im aufgegebenen Weinberg oberhalb der Strudelbachhalle. Gemeinsam hat ein internationales Workcamp, bestehend aus fünf jungen Leuten zwischen 21 und 25 Jahren, unter Anleitung des ortsansässigen Garten- und Landschaftsbauunternehmens Herbert Mann dafür 65 Tonnen Muschelkalk bewegt, die marode Mauer abgetragen, Natursteine geschleppt und Stein für Stein aufgeschichtet.


Bürgermeisterin Kreutel besucht das Workcamp

„Herzlichen Dank, dass Sie da sind, um uns dabei zu unterstützen, dass ein Stück Natur unserer Gemeinde erhalten bleibt“, freute sich Bürgermeisterin Ursula Kreutel bei ihrem Vorort-Besuch vorigen Donnerstag. „Diese Mauer wird bleiben und uns immer an Sie erinnern.“
Denn gleichzeitig sei die Trockenmauer ein Weissacher Beitrag zum Naturschutzprojekt des PLENUMs Heckengäu „1.111 Meter Lebensqualität“ mit Ziel, im Heckengäu neue lineare Biostrukturen zu schaffen. Trockenmauern bilden wertvollen Lebensraum für verschiedene wärmeliebende Pflanzen- und Tierarten. Als Dankeschön und zur Erinnerung überreichte Bürgermeisterin Ursula Kreutel allen Projetkteilnehmern ein Duschtuch „als kleine Entschädigung für den vielen Schweiß, der hier geflossen ist“.


Bürgermeisterin Kreutel bedankt sich


Die beiden 22-jährigen Studentinnen Jungae Kim und Yugyeong Jang aus Südkorea, der 25-jährige Polizist Sébastien Bergeron aus Québec sowie die beiden Campleiterinnen Angela Kramer (22) und Evelyn Schnauder (21), Studentinnen aus Stuttgart und Freiburg, verbrachten im Workcamp vom 20. September bis zum 10. Oktober ihren Urlaub gemeinsam in unserer Gemeinde. Die Reisekosten trugen die jungen Leute, für die Unterkunft im Jugendclub Factory sowie die Kosten der Selbstverpflegung sorgte die Gemeinde.
Ansprechpartner der Verwaltung war Daniel Hartmann vom Ortsbauamt, der das Workcamp in Kooperation mit dem Verein IBG (Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten) initiiert hatte. Ziel der Workcamps ist es, dass junge Menschen aus verschiedenen Ländern durch die Kombination von gemeinsamen Leben und Arbeiten sich selbst und andere Kulturen kennen und besser verstehen zu lernen. Deshalb gab es neben den vier wochentäglichen Arbeitsstunden ein vielfältiges Freizeitprogramm.


Gruppenfoto zur Erinnerung


„Die Truppe war sehr harmonisch und hat hart geschafft“, ist Herbert Mann, Spezialist für den Bau von Trockenmauern, voll Lobes. Er und seine Mitarbeiter Skender Thaqi und Sven Stanscheit betreuten das Projekt fachgerecht. In den nächsten Wochen werden sie die Sanierung der insgesamt drei Trockenmauern des ehemaligen Weinberg fertig stellen.


Für die beiden Deutschen und den Frankokanadier hat der Alltag wieder begonnen. Sébastien flog bereits am Sonntag in die Heimat zurück, für Angela und Evelyn war Montag Semesterbeginn. Jungae und Yugyeong sind bis zum Wochenende in Deutschland, wollen sich unbedingt noch Rothenburg ob der Tauber ansehen. „Danke Weissach, dass wir hier sein durften“ - mit dieser Zeile und ihren Vornamen hat sich das Quintett auf einer an der Trockenmauer angebrachten Tafel verewigt.
geschrieben von Daniel Hartmann am 19.10.2009 um 07:52 Uhr.