
Ein weiterer Schwerpunkt in der Weiterentwicklung unserer Kindergärten liegt bei der sich ständig fortschreitenden Qualitätsentwicklung und der Umsetzung des Bildungsauftrages in unseren Einrichtungen (KgaG §2 Abs.2).
An die Qualität der Tagesbetreuung richten sich erhöhte gesellschaftliche Anforderungen, wie nicht zuletzt die Ergebnisse der Schulvergleichsstudie PISA und IGLU und der neusten Studie der OECD dokumentieren.
Verstärkte Anstrengungen sind insbesondere gefordert bei der Umsetzung des Bildungsauftrages, der Frühförderung der Kinder im sprachlichen Bereich, bei der motorischen Entwicklung der Kinder sowie insbesondere im Hinblick auf die Integration der Kindern von Ausländischen- und Aussiedlerfamilien.
Im Zuge der Einführung des Qualitätsmanagementsystems im Kindertagesstättenbereich wurde zu Beginn der Qualitätsentwicklung ein gemeinsames Leitbild von allen 6 Kindergärten, Träger und Kirchen entwickelt:
Leitbild der Kindergärten Weissach
Präambel
Die Kindergärten sind Einrichtungen der Gemeinde Weissach zur Bildung, Erziehung und Betreuung für Kinder vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Eintritt in die Schule. Durch die dort geleistete Arbeit wird die Erziehung in der Familie begleitet, unterstützt und ergänzt.
Den gesetzlichen Rahmen unserer Kindergartenarbeit bildet das Kinder- und Jugendhilfegesetz sowie das Kindergartengesetz des Landes Baden Württemberg.
Pädagogische Fach- und Zusatzkräfte betreuen die Kinder auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes, wobei Grundwerte und Inhalte des christlichen Glaubens vermittelt werden. Unsere Arbeit ist in das Leben der Gemeinde und Kirchengemeinden eingebunden.
Finanziert werden die Kindergärten durch die Gemeinde, Zuschüsse vom Land und den Kirchengemeinden sowie Elternbeiträgen. Mit den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden bestehen Betreuungsverträge, welche die Zusammenarbeit regeln.
Leitlinien
Kinder
Wir bieten allen Kindern in unseren Einrichtungen einen Ort, der ihnen Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen vermittelt, an dem sie angenommen werden, so wie sie sind. Hier begegnen sich Kinder und ErzieherInnen mit Achtung und gegenseitigem Respekt, wodurch ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut wird.
Im Rahmen unseres Bildungsauftrages sehen wir jedes Kind als ein Individuum mit eigenen Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten. Ausgehend vom spezifischen Entwicklungsstand werden die Kinder kognitiv, motorisch, sprachlich und sozial gefördert.
Ziel dabei ist, sie zu gemeinschaftsfähigen und selbstständigen Persönlichkeiten zu erziehen. Die Einrichtung, mit ihrer gesamten Angebotsvielfalt, wird dabei als ganzheitlicher, vielfältiger und sinnorientierter Lebens- und Bildungsraum gestaltet.
Auf der Grundlage christlicher Werthaltungen begegnen sich Kinder verschiedenen Alters, Geschlechts, mit und ohne Behinderungen, unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Religionen, mit verschiedenen Weltanschauungen und aus unterschiedlichen sozialen Umfeldern. Dadurch haben die Kinder die Möglichkeit, sich für das „Anders-Sein“ zu öffnen, mit und voneinander zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.
Eltern
In der Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns ein partnerschaftlicher Umgang, eine vertrauensvolle Atmosphäre, offene Gesprächsbereitschaft, kooperative Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung wichtig. Dabei sind wir aufgeschlossen für Wünsche, Anregungen und konstruktive Kritik. Wir regen die Mitarbeit und Mitverantwortung der Eltern an und fördern durch Information und Transparenz die Zusammenarbeit.
Um der familiären Situation gerecht zu werden, behalten wir gesellschaftlich Veränderungen im Blick und orientieren unsere pädagogischen und organisatorischen Angebote an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familie.
Team
Unsere Zusammenarbeit ist geprägt durch gegenseitige Achtung, Partnerschaftlichkeit und die Mitverantwortung aller; ebenso durch fachliche und persönliche Kompetenzen der MitarbeiterInnen und das Engagement jedes Einzelnen.
Jedem Team bleibt Raum für eine vielfältige Ausgestaltung des pädagogischen Ansatzes. In regelmäßigen Besprechungen werden zielorientierte, strukturierte und reflektierte Planungen erarbeitet, welche sich an den individuellen Situationen der Kinder und Gruppen orientieren.
Alle ErzieherInnen nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil um die bestehende Qualität der Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln.
Träger
Das Miteinander und Gegenüber von Kindergartenteams und Träger ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, Unterstützung und Verantwortung.
Die LeiterInnen setzen sich zusammen mit dem Träger dafür ein, dass der Kindergarten als ein Teil der Kommune und Kirchengemeinde arbeitet und als solcher nach außen wirkt.
Den organisatorischen Rahmen der Kindertageseinrichtungen sichert der Träger. Er trägt Sorge dafür, dass die im Kinder-und Jugendhilfegesetz ausgeführten Anforderungen an Tageseinrichtungen für Kinder sowie die rechtlichen Regelungen des Landes, der Kommunen und freien Verbände erfüllt werden.
Die Qualitätsentwicklung im Kindertagesstättenbereich erstreckt sich u.a. auf verschiedene Dimensionen:
- Politischer Rahmen
- Finanzen
- Versorgungsgrad und Einrichtungsformen
- Bildungsziele
- Personalstruktur
- Beschäftigung, Aus- und Weiterbildung des Personals
- Allgemeine Rahmenbedingungen und Vorgaben (z.B. Gruppengrößen, Ausstattung, Arbeitszeitregelungen...)
- Eltern- und Gemeinwesenarbeit
- Zielvereinbarungen, Dokumentationen und Evaluationen der pädag. Arbeit und Konzeption
Alle Kindergärten erstellen derzeit ein Qualitätshandbuch, in welchem die Arbeit der Einrichtung und die verschiedenen Bereiche genau dokumentiert sind und in regelmäßigen Abständen reflektiert und überarbeitet werden, was eine kontinuierliche Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit garantiert.
Zusätzlich finden jährliche Zielvereinbarung jeder einzelnen Einrichtung mit dem Träger statt.
Zielvereinbarungsgespräche, als Teil des Qualitätsmanagements, sollen einerseits dazu dienen die Qualität einzelner gezielter Bereiche der Kindergartenarbeit für andere (Eltern, Träger, Öffentlichkeit aber auch für das eigene Team und neue Mitarbeiter) transparent zu machen und andererseits die Qualität dieser Bereiche zu reflektieren, zu analysieren und bei Bedarf fortzuschreiben.
Während in Deutschland die Bildungsdiskussion in aller Munde ist und nach Lösungen auf Pisa- und OECD-Schock gesucht wird, sind die Weissacher und Flachter Kindergärten bereits intensiv dabei sich mit dem Bildungsauftrag der Kindergärten zu befassen und setzen dies bereits in ihrer täglichen Arbeit mit den Kindern um.
Im Rahmen unseres Bildungsauftrages sehen wir jedes Kind als ein Individuum mit eigenen Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten. Ausgehend vom spezifischen Entwicklungsstand werden die Kinder ganzheitlich, also kognitiv, motorisch, sprachlich und sozial gefördert. Ziel dabei ist es, sie zu gemeinschaftsfähigen und selbstständigen Persönlichkeiten zu erziehen. Die Einrichtungen, mit ihrer gesamten Angebotsvielfalt, werden dabei als ganzheitlicher, vielfältiger und sinnorientierter Lebens- und Bildungsraum gestaltet. Hierzu finden in den Einrichtungen z.B. auch regelmäßige Projekttage/-wochen zu bestimmten Themen statt.
In regelmäßigen Besprechungen werden zielorientierte, strukturierte und reflektierte Planungen erarbeitet, welche sich an den individuellen Situationen der Kinder und Gruppen orientieren. Anhand von regelmäßigen Beobachtungen und Dokumentationen der Entwicklungsschritte jedes einzelnen Kindes durch die Erzieherinnen finden Elterngespräche statt, die diesen einen Überblick zum Entwicklungsverlauf und –stand ihrer Kinder geben. Dabei ist natürlich eine offene Gesprächsbereitschaft, eine kooperative Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zwischen Erzieherinnen und Eltern wichtig.
Neben vielen einrichtungsinternen Angeboten finden Sie hier auch einige spezielle und auch+ übergreifende Projekte:
Aktuelle und dauerhafte Angebote und Projekte unserer Einrichtungen:
- In den Weissacher und Flachter Kindergärten wurde seit 2004 die Sprachförderung auch auf deutsche Kinder mit Sprachförderbedarf ausgebaut, so dass nun neben den ausländischen Kindern auch deutsche Kinder in ihrer Sprachentwicklung begleitet und gefördert werden können, was allerdings eine möglicherweise zusätzliche logopädische Behandlung nicht ersetzen kann.
- In Kooperation mit dem Landessportverband fand im Herbst ´04 eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Bewegungsfreundlicher Kindergarter...Kinder brauchen Bewegung um sich gesund entwickeln zu können“ für ErzieherInnen, interessierte Eltern und VereinsübungsleiterInnen statt. Hierbei sollten neue Impulse und Anregungen für die praxisorientierte Vermittlung gezielter spielerischer Bewegungsangebote für Kinder im Vorschulalter im Alltag vermittelt werden.
Im Kindergarten Villa Kunterbunt findet seit Herbst 2004 ein 2-jähriges Pilotprojekt zum Thema „Erziehungspartnerschaft zwischen Kindergarten und Familien“ unter Leitung des Pädagogisch-Theologischen Zentrums der Evangelischen Landeskirche in Württemberg statt. Hierbei sollen u.a. verschiedene Formen der Elternarbeit ausgearbeitet, erprobt und weiterentwickelt werden. Natürlich auch im Hinblick auf eine gute Zusammenarbeit und Kooperation zwischen Elternhaus und Kindergarten in Fragen der Erziehung und Bildung des Kindes. Nach Abschluss dieses Projektes sollte die Möglichkeit bestehen die gewonnenen Ergebnisse und Kenntnisse auch auf unsere anderen Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde zu übertragen.
- Seit 2004: Intensivierung und Ausbau der Kooperation Kindergarten – Grundschule. Im Sinne eines gelungenen Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule findet im letzten Kindergartenjahr die Kooperation mit der Grundschule statt. Hierbei wird zwischen Kindergärten und Schule ein jährliches Kooperationskonzept erarbeitet (regelmäßige Besuche der Kooperationslehrerin in den Kindergärten, Schulbesuche der zukünftigen Schulkinder, gemeinsame Aktionen, Entwicklungsgespräche...).
Wir werden Sie natürlich auch in Zukunft zeitnah über Veränderungen und aktuelle Entwicklungen im Kindertagesbereich über das Mitteilungsblatt informieren und auf dem Laufenden halten. Sie können dazu aber auch gerne unsere Seite auf der Gemeindehomepage www.weissach.de besuchen.
geschrieben am 30.11.2004 um 08:20 Uhr.